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Ernte: 'Erhebliche Ertragseinbußen' bei Mais

© Markus Grundner
von , am
14.08.2015

Die Getreideernte Deutschlands fällt der jüngsten Prognose des DRV zufolge durchschnittlich aus. Gut 25 Millionen Tonnen soll der Weizen liefern. Sorgen bereitet der Mais.

Mais im Trockenstress - die Ernte soll deswegen um 24 Prozent unter Vorjahr liegen. © hapo/landpixel
Während im Westen und Süden die Getreide- und Rapsernte weitgehend abgeschlossen ist, befindet sie sich im restlichen Bundesgebiet noch auf der Zielgeraden. 
 
Mit einer Getreideernte von 47,3 Millionen Tonnen (Mio. t) rechnet der Deutsche Raiffeisenverband in seiner neuesten Ernteschätzung. Damit läge die Getreideernte im Durchschnittsbereich.
 
Für Raps erwartet der Verband wie im Vormonat eine Erntemenge von 4,9 Mio. t mit insgesamt durchschnittlichen Ölgehalten.  

Mais: Ernte um 24 Prozent unter Vorjahr

Der Mais entwickelt sich zusehends zum Sorgenkind. Die Bestände leiden sehr unter der gegenwärtigen Hitze und Dürre. Der DRV rechnet mit "erheblichen Ertragseinbußen".
 
Dementsprechend korrigiert der Verband seine Ernteprognose für Mais von rund 4,6 Mio. t im Vormonat auf nunmehr 3,9 Mio. t nach unten. Das Vorjahresergebnis von gut 5,1 Mio. t wird somit um fast 24 Prozent unterschritten. 
 
Wie sieht der Mais bei Ihnen aus? Machen Sie bei unserer aktuellen Umfrage zum Sorgenkind Mais (rechts neben dem Text) mit und sehen Sie, wie die Situation bei anderen Landwirten ist.

Weizen: Ertrag gut, Proteinwerte gut

Gerste und Weizen haben bei regional sehr heterogenen Ergebnissen in der Summe die bisherigen Erwartungen hinsichtlich Menge und Qualitäten übertroffen. Der Raiffeisenverband rechnet mit einer Weizenernte in Höhe von 25,7 Mio. t. Im Vormonat lag der Wert trotz einer leicht höheren Anbaufläche noch bei 25,4 Mio. t. Die Proteinwerte liegen soweit bekannt zumeist über dem Ergebnis des Vorjahres. 

Europa, berichtet der DRV, habe gute Aussichten, seine Rolle als weltweit führender Weizenexporteur auch in diesem Getreidewirtschaftsjahr zu verteidigen, wird sich aber gegen die weiterhin sehr wettbewerbsfähige Schwarzmeerregion behaupten müssen.
 
Für Weizen aus Deutschland sehen die Marktchancen für Nordafrika hingegen weniger gut aus als im Vorjahr: Frankreich fährt in diesem Jahr bessere Qualitäten ein. Experten rechnen damit, dass Frankreich deshalb wieder verstärkt auf diesen traditionellen Absatzmarkt drängen wird.

Gerste/Roggen: Ertragsprognosen weiter gut

Die Wintergerstenernte beziffert der Verband gegenwärtig mit gut 9,1 Mio. t - ein Plus gegenüber der Einschätzung vom Vormonat (8,6 Mio. t). Die Erntemenge von Sommergerste wird leicht höher auf nunmehr gut 2,0 Mio. t geschätzt, die Roggenernte wird unverändert mit 3,3 Mio. t erwartet.

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