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Ernteschätzung für Feldfrüchte, Gemüse und Obst

von , am
02.10.2010

Berlin - Die schöne Tradition des Erntedankfestes – gefeiert am 1. Sonntag im Oktober – erinnert jedes Jahr wieder an die große Bedeutung der Landwirtschaft für eine ausreichende Nahrungsversorgung der Bevölkerung.

© landpixel

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung ist die diesjährige Ernte durch die ungünstigen Witterungsverhältnisse allerdings erheblich beeinträchtigt. So hat es in Bayern (nach den noch vorläufigen Ergebnissen) nur eine unterdurchschnittliche Getreideernte (ohne Körnermais) von rund 6,3 Millionen Tonnen gegeben. Hiervon entfallen knapp 3,7 Millionen Tonnen auf Brotgetreide, also Weizen und Roggen.

Mit einem Anteil von über 95 Prozent an der Brotgetreideernte ist der Weizen eindeutig dominierend. Während die Weizenernte mit 3,5 Millionen Tonnen den langjährigen Durchschnitt um knapp vier Prozent verfehlte, waren es beim Roggen (173.000 Tonnen) fast 23 Prozent. Pro Kopf der in Bayern lebenden Bevölkerung wurden rund 294 Kilogramm Brotgetreide eingebracht.

1,7 Millionen Tonnen Kartoffeln erwartet

Beim Kartoffelanbau ist Bayern das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland. 2010 haben Bayerns Landwirte ersten Schätzungen zu Folge knapp 1,7 Millionen Tonnen Kartoffeln gerodet. Das sind umgerechnet etwa 133 Kilogramm je Einwohner Bayerns. Auf rund 12.800 Hektar Fläche im Freiland wird in Bayern eine Vielfalt an Gemüse angebaut. Die von der Anbaufläche her bedeutendsten Gemüsearten sind der Spargel (1.855 Hektar), Speisezwiebeln (1.526 Hektar), Einlegegurken (1.392 Hektar), Karotten (1.037 Hektar) sowie Weißkraut (943 Hektar).

Knapp 8.700 Tonnen Spargel "gestochen"  

Bezüglich der geschätzten Erntemenge ergibt sich jedoch eine andere Reihenfolge: An erster Stelle liegen die Einlegegurken mit rund 104.000 Tonnen, gefolgt von 74.000 Tonnen Weißkraut, 62.000 Tonnen Speisezwiebeln und 47.000 Tonnen Karotten. Vom "Edelgemüse" Spargel wurden 2010 knapp 8.700 Tonnen "gestochen". Damit wurde das Spitzenergebnis des Vorjahres zwar deutlich um 1.700 Tonnen verfehlt, der langjährige Durchschnitt wurde aufgrund der bereits vielfach genutzten witterungsunabhängigen Anbautechniken jedoch um 700 Tonnen übertroffen.

Apfelernte erreicht voraussichtlich 29.000 Tonnen

Beim Obst überwiegt in Bayern der Apfelanbau. Die diesjährige Apfelernte wird sich voraussichtlich auf rund 29.000 Tonnen belaufen. Bei Birnen wird eine Ernte von etwa 5.000 Tonnen erwartet. Pro Kopf der Bevölkerung Bayerns stünden somit aus heimischem Anbau 2,3 Kilogramm Äpfel und rund 400 Gramm Birnen zur Verfügung. (pd)

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