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Erosion durch Beachten der Hauptwindrichtung vermeiden

von , am
26.05.2010

Magdeburg - Um Ackerflächen vor Winderosion zu schützen, müssen Landwirte ab 1. Juli 2010 die Hauptwindrichtung beachten. Darauf weist das Landwirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt hin.

Zum Schutz vor Winderosion müssen Landwirte die Hauptwindrichtung beachten. © landpixel

Beim Schutz von durch Winderosion gefährdeten Flächen muß bei bestimmten ackerbaulichen Maßnahmen auch die Hauptwindrichtung beachtet werden, teilte jetzt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Magdeburg mit.

Die Landwirte seien bereits im Zuge des Antragsverfahrens auf Agrarzahlungen darüber informiert worden, auf welchen Ackerflächen sie ab dem 1. Juli 2010 die neuen gesetzlichen Regelungen zum Erosionsschutz im Rahmen von Cross Compliance verbindlich einhalten müssen.

Grundlage für Hauptwindrichtung: Daten des Deutschen Wetterdienstes

Grundlage der Ermittlung der Hauptwindrichtung durch die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) waren die Daten des Deutschen Wetterdienstes von acht Messstationen in den Monaten Februar bis Mai. Das sind die für die Winderosion relevanten Monate eines Jahres, in denen auf Grund des noch geringen Bedeckungsgrades des Bodens von einer erhöhten Erosionsgefährdung ausgegangen werden muss.

Unterschiedliche Regeln je nach Ackerfläche und Kultur

Für die Winderosion war eine Gefährdungsklasse auf der Grundlage einer entsprechenden Bundesverordnung vom Februar 2009 ausgewiesen worden.

Ackerflächen Allgemein

Winderosionsgefährdete Ackerflächen dürfen danach nur bei Aussaat vor dem 1. März gepflügt werden, abweichend davon nur bei unmittelbar folgender Aussaat.

Reihenkulturen

Für Reihenkulturen gilt das Pflugverbot dann nicht, wenn quer zur Hauptwindrichtung vor dem 1. Dezember Grünstreifen im Abstand von höchstens 100 Metern zueinander und in einer Breite von jeweils mindestens 2,5 Metern eingesät werden oder im Falle des Anbaus von Kartoffeln, soweit die Kartoffeldämme quer zur Hauptwindrichtung angelegt werden.

Vorgaben gelten nicht für Ackerflächen in Agrarumweltprogrammen

Für winderosionsgefährdete Ackerflächen, die im Rahmen von Agrarumweltprogrammen bereits in besondere Fördermaßnahmen zum Erosionsschutz (Mulchverfahren) eingebunden sind, oder die mit vergleichbaren Verfahren bewirtschaftet werden, gelten die Bewirtschaftungsvorgaben zum Erosionsschutz grundsätzlich nicht.

Sachsen-Anhalt: 24.000 Hektar Winderosionsgefährdet

In Sachsen-Anhalt sind etwa 24.000 Hektar (2,3 Prozent der beantragten Ackerfläche) als winderosionsgefährdet ausgewiesen. Die entsprechend ermittelten Ackerflächen betreffen etwa 830 landwirtschaftliche Unternehmen. Nähere Informationen zur Hauptwindrichtung sind bei den Ämtern für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ÄLFF) sowie auf der Homepage der LLFG erhältlich. (pd)

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