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Agrarwetter

Erste Frost- und Hagelschäden: 1.700 Hektar sind betroffen

VVaG/DWD/Katharina Krenn/agrarheute
am
29.04.2016

Die Wetterkapriolen der letzten Wochen haben einigen Landwirten und ihren Beständen zugesetzt. agrarheute hat nachgefragt: 1.700 Hektar Schadensfläche durch Frost und Hagel wurden bisher gemeldet.

Wie die Vereinigte Hagel auf Anfrage von agrarheute berichtet, erhielt der Hagelversicherer in den letzten 2 Wochen rund 100 Schadensmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Am stärksten habe es die Bayern getroffen mit einem Drittel der Gesamtsumme. Der Rest verteilt sich vor allem auf Niedersachen,  Baden-Württemberg,  NRW und Rheinland–Pfalz. Gemeldet wurden bisher insgesamt  1.700 ha mit einer Versicherungssumme von 4,1 Mio. Euro.

Diese Kulturen waren betroffen

Die ersten größeren Gewitterwolken des Jahres zogen über die Oberpfalz, Niederbayern und Oberbayern.  Dort richtete Hagel mit einer Korngröße von bis zu 2 cm, begleitet von Sturmböen bis zu 90 km/h und lokalem Starkregen, die ersten Schäden an. Betroffen waren insbesondere Winterraps und -getreide, aber auch besonders empfindliche Erdbeerkulturen. Beim Raps befürchtet der Versicherer weitere mögliche Schadensmeldungen. Je nach Fortschritt der Blüte könne es hier zu weiteren Schäden kommen, so der Versicherer.

Ob der Frost dem Mais geschadet hat, lesen Sie hier.

Österreich: 200 Millionen Euro Schaden

Die österreichischen Landwirte hat es deutlich härter getroffen. Dort hat der Spätfrost auf mehr als 50.000 Hektar Fläche Schäden an den Kulturen angerichtet.  „Insgesamt rechnen wir mit einem Gesamtschaden in der Landwirtschaft von deutlich über 200 Millionen Euro, meldet die Österreichische Hagelversicherung. Insbesondere Wein-, Obst- und Ackerkulturen, aber auch  Spezialkulturen wie Christbäume und Spargel seien massiv geschädigt worden.

So wird das Wetter:

Die Polarluft lässt nun etwas nach. Für das Wochenende steigen die Temperaturen wieder etwas und sinken maximal oberhalb des Gefrierpunkts. Nur in Höhenlagen gibt es noch leichten Frost.

In der Nacht zum Samstag regnet es im Nordwesten und Westen zeitweise, ansonsten ist es leicht bewölkt, teils auch klar und trocken. Die Tiefstwerte werden zwischen 6 und 0 Grad erwartet. In ungünstigen Lagen im Südosten ist leichter Frost bis minus 2 Grad möglich. Am Samstag ist es im Osten und Südosten vorwiegend trocken. In den restlichen Landesteilen kann es zu schauerartigen Regenfällen und einzelnen Gewittern kommen, die bis Sonntag anhalten.

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