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Aus der Wirtschaft

Erste Hybridsorte bei Triticale zugelassen

von , am
04.02.2011

Singen-Bohlingen - Im Dezember 2010 wurde die neue Sorte "HYT Prime" als Hybridsorte bei Wintertriticale in die französische Sortenliste eingetragen.

© Mühlhausen/landpixel
Diese Sorte ist die weltweit erste Hybridsorte bei Triticale. Ihre Züchtung erfolgte durch Dr. Elmar Weissmann, Singen, Deutschland. Die Eintragung erfolgte in Kooperation mit UNISIGMA, Froissy, Frankreich. Mit dieser Zulassung ist die Sorte europaweit vertriebsfähig. Für den großflächigen Anbau wird ab Herbst 2011 Saatgut zur Verfügung stehen. Information hierzu erteilt gerne der Züchter.
 
HYT Prime zeichnet sich aus durch einen sicheren Kornertrag, gute Krankheitsresistenz und einen überdurchschnittlich hohen Proteingehalt. Diese Eigenschaften sichern ihr eine besonders gute Verwertungseigenschaft, sei es im eigenen Betrieb oder über den Markt. Ihre gute Bestockung in Verbindung mit rascher Wüchsigkeit erlaubt eine Reduzierung der Aussaatmenge.
 
Hohe und stabile Erträge 
 
Eine dem Entwicklungsrhythmus angepasste Düngung steigert die Leistung der Sorte. Die jetzt zugelassene Triticalehybridsorte ist das Ergebnis einer mehr als 15-jährigen Entwicklungsarbeit des Züchters und einer Kooperation mit der Saatzucht Dr. Hege GbR in Waldenburg. Der Züchter legt Wert auf die Feststellung, dass -ähnlich wie bei Hybridroggen, Hybridgerste oder Hybridraps- Triticalehybriden ein innovativer Beitrag zur Sicherung stabiler Erträge an Korn- und Biomasse sind.
 
Weltweit erste Zulassung 
 
Der Erfahrung nach zeigen Hybriden gute Leistungen in Grenzsituationen, nutzen vorhandene Resourcen besser aus und haben ein größeres Zeitfenster für die Aussaat. Diese weltweit erste Zulassung einer Triticalehybridsorte wertet der Züchter als erfolgreiche Bestätigung des Konzeptes "Hybride". Weitere Triticalehybriden aus seinem Hause stehen zur Zulassung an und beweisen die gute Qualität des Zuchtmaterials hinsichtlich der agronomischen Eigenschaften.
 
Hybridzüchtung bei Triticale 
 
Die Züchtung von Hybriden bei Triticale basiert auf einem in der Natur auftretenden Phänomen, der Cytoplasmatisch Männlichen Sterilität (CMS). Der Züchter konnte nach intensiver Suche bestimmte Sorten identifizieren, die sterile Pollen haben. Diese Pollensterilität wird durch andere Sorten wieder aufgehoben. Durch gezielte Sortenentwicklung findet der Züchter Mutter- und Vaterkomponenten, die dann die Hybridsorte bilden. Das zertifizierte Hybridsaatgut zum Verkauf an die Landwirte wächst auf den Mutterkomponenten. Der positive Hybrideffekt kommt damit direkt beim Landwirt an. (pd)
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