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EU-Ernteprognose: Aktuelles zu Weizen, Mais und Raps

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von , am
09.06.2014

Die Europäische Union hat Anfang Juni die Ernteprognose für Weizen noch einmal deutlich nach oben geschraubt. Bei Raps drückt die erwartete Rekordernte die Preise auf ein 4-Jahrestief.

Der Weizen legte gestern über 2 Euro zu und knackte somit die 180 Euro-Marke an der Matif. © landpixel
Anfang Juni schraubt die EU-Kommission ihre Ernteprognose für Weizen (EU) noch einmal kräftig nach oben und folgt damit auch dem Trend einer ganzen Reihe von anderen Ernteschätzungen. Nach den Daten der Kommission wäre dies die drittgrößte europäische Weizenernte überhaupt nach 2008 und 2004. Andere Analysten haben die neue Ernte bereits in die Nähe der letzten Rekordernte aus dem Jahr 2008 gerückt.
 
Grund für die kräftigen Aufwärtskorrekturen sind die ausgezeichneten Wachstumsbedingungen in einer ganzen Reihe von wichtigen europäischen Anbauregionen in Zentraleuropa, (Deutschland, Frankreich) aber auch in Osteuropa (Polen, Rumänien, Bulgarien).
 
Zuletzt hatten sowohl private Analysten (Töpfer, Strategie Grains) als auch das USDA und der internationale Getreiderat (IGC) ihre Ernteerwartung für die EU nach oben geschraubt. Das dürfte den Druck auf die Weizenpreise zunächst noch einmal erhöhen.

Mais/EU: Große Ernte, Importe halbiert, fallende Preise

Die Erwartung der EU-Kommission an die europäische Maisernte 2014 bleibt Anfang Juni ausgesprochen optimistisch. Mit 69,1 Millionen Tonnen (Mio. t) verfehlt die Kommissions-Prognose nur knapp die 70-Mio.-t-Marke. Gleichzeitig ist die erwartete Erntemenge bei Mais deutlich größer als 2013 und würde ein neuer Produktionsrekord sein.
 
Den Importbedarf veranschlagt die Kommission wegen der größeren Ernte (und des reichlich verfügbaren Futterweizen) nicht einmal halb hoch wie im zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2013/14. Außerdem nehmen die Endbestände zu.
 
Die Maispreise in der EU sind zuletzt mit den Weltmarktpreisen kräftig gefallen. Dabei ist die neue Ernte am europäischen Terminmarkt bislang rund acht Euro teuer als der aktuelle Mais.

Raps/EU: Rekordernte drückt Preise auf 4-Jahrestief

Die neue europäische Rapsernte 2014 bleibt weiter auf Rekordkurs. Anfang Juni bestätigt die EU-Kommission noch einmal ihre bereits vor vier Woche gemachte Ernteprognose und lässt den zuletzt kräftig gefallenen Preisen damit wenig Spielraum nach oben.
 
Der Importbedarf an Rapssaat bliebt im Vergleich zum Vorjahr jedoch relativ stabil, da der Verbrauch von Rapssaat nach Meinung der Kommission, im kommenden Wirtschaftsjahr zunimmt.

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