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EU/Crop-Monitoring: Regenmangel könnte zum Problem werden

© landpixel
von , am
16.04.2014

In ganz Europa herrschte im März ein Niederschlagsdefizit. Für die Winterkulturen bislang kein Problem, doch die Sommerkulturen könnten darunter leiden, meint die Crop-Monitoring-Agentur MARS der EU.

In Bayern bauen die Landwirte auf 549.400 Hektar Winterweizen an. © landpixel
Vier Wochen Vorsprung haben die Winterkulturen in Deutschland, den Beneluxländern und Zentraleuropa derzeit gegnüber ihrem üblichen Wachstumszyklus. Dabei besteht zwar gleichzeitig in vielen Regionen ein Niederschlagsdefizit, dieses wirkt sich bislang jedoch noch nicht allzu negativ auf die Entwicklung der Winterkulturen aus. Erst wenn der Niederschlagsmangel sich fortsetzt wird es wohl zu Schädigungen der Pflanzen kommen.
 
Zu diesem Ergebnis kommt die Crop-Monitoring-Agentur der EU-Kommission MARS in ihrem aktuellen April-Report.

Probleme bei Sommerkulturen

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Dabei war der März in Europa durch ein Niederschlagsdefizit sowie deutlich über dem Durchschnitt liegende Temperaturen gekennzeichnet. In einigen Regionen wie Ostfrankreich und England hatten die reichlichen Niederschläge im letzten Herbst jedoch für eine komfortable Wasserversorgung der Winterkulturen gesorgt.
 
Für die Aussaat und Entwicklung der meisten Sommerkulturen schätzt MARS den Wassermangel allerdings deutlich problematischer ein. Vor diesem Hintergrund hat MARS im Rahmen des aktuellen Crop-Monitorings die durchschnittlichen Ertragsaussichten für die wichtigsten Kulturen und aktualisiert.

Die einzelnen Kulturen im Überblick

Die aktuelle Ertragsschätzung für Weichweizen wurde in der April-Prognose von MARS gegenüber März ganz leicht nach oben korrigiert. Für Deutschland rechnen die Experten wie schon im März mit einem Durchschnittsertrag von 7,79 Tonnen je Hektar (t/h).
 
Bei Wintergerste geht die Crop-Monitoring-Agentur für die EU 28 im April von Erträgen aus, die kaum niedriger sind als im Vorjahr. Mit einem Durchschnittsertrag von 6,68 t/ha (wie im März) verfehlt die Ertragserwartung für Deutschland das ausgezeichnete Ergebnis von 2013 um 3,7 Prozent (%), der langjährige Durchschnittswert wird jedoch um 1,8 % übertroffen.
Bei Sommergerste schätzt MARS für die EU 28 auch im April einen scharfen Rückgang gegenüber dem sehr guten Vorjahr. In Deutschland könnten die Erträge nach der aktuellen Prognose mit 5,18 t/ha rund 4,6 % unter das sehr gute Vorjahresniveau (5,53) fallen.
 
Mit deutlich höheren Erträgen als 2013 rechnet MARS auch im April bei Mais. Die deutschen Maiserträge sollen nach der April-Schätzung von MARS mit 9,75 t/ha knapp 19 % höher sein als im schwachen Jahr 2013.
Bei Raps liegen die Ertragsschätzungen von MARS im April geringfügig über der Linie des Vorjahres. Die Ertragsprognose für Deutschland verfehlt den Vorjahrswert mit 3,85 t/ha lediglich um 2,6 %, liegt aber über dem langjährigen Mittel (3,77).
 

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