Login
Allgemeines

Exporte hieven Weizenpreise aus dem Tief

von , am
09.02.2015

Außergewöhnlich hohe Exportzahlen bei Weizen und Gerste sorgen in Europa für eine Erholung der Getreidepreise. An den Börsen notierten die Weizenpreise für den März- und Septemberkontrakt höher.

In der letzten Woche konnte der Weizen an den euopäischen Märkten zulegen. © Mühlhausen/landpixel
In der ersten Februarwoche konnten sich die Preise für Getreide und Ölsaaten in Europa und den USA von ihren Tiefs erholen. Dabei führte offenbar ein ganzer Komplex von Ursachen zu der Preiserholung. In Europa stützten insbesondere die außergewöhnlich guten Exportzahlen bei Weizen und Gerste die Getreidepreise.
 
 
 
 
 

Trockenheit verschlechtert Ernteprognosen in den USA

In den USA kletterten die Weizenpreise hingegen wegen der sich nochmals verschlechterten Wachstumskonditionen beim Winterweizen sehr kräftig nach oben. Gleichzeitig sorgten die kräftig gestiegenen Rohölpreise auch bei Mais (Ethanol), Soja (Pflanzenöl) und Raps für eine Preiserholung. Am heutigen Montag und am Dienstag dieser Woche wird allerdings der USDA-Februar-Report neue Daten zur Ernte in Südamerika bringen und könnte erneut für Preiskorrekturen sorgen.

Europäer mit Ausfuhrrekord bei Weizen

Die europäischen Exportverkäufe bei Weizen erreichten letzten Woche mit 1.673.000 Tonnen eine neuen Wochenrekord und übertrafen zudem den Rekordwert aus dem Vorjahr. Davon kamen letzte Woche 332.000 Tonnen Weizen aus Deutschland und 366.000 Tonnen aus Frankreich. Die Gesamtausfuhrmenge Deutschlands liegt jetzt bei 4,6 Millionen Tonnen.  Insgesamt haben die Europäer bislang 18,39 Millionen Tonnen Weizen exportiert, gegenüber 18,19 Millionen Tonnen im letzten Jahr.

Weizenpreise erholen sich weiter

Die Weizenpreise haben am vorigen Freitag in Europa zugelegt. Der Märzkontrakt für den Weizen ging am Freitag den 6. Februar mit 188,25 Euro je Tonne aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag sind die Preise damit um 0,7 Prozent oder 1,25 Euro gestiegen. Der Maikontrakt notierte bei 189,50 Euro und damit 1,50 Euro höher als am Vortag und die nächste Ernte (September) kostete 186 Euro und damit 0,75 Euro mehr als am Vortag. Gleichzeitig kostet die neue Weizenernte (September) derzeit 2,25 Euro weniger als der aktuelle März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr mit 186 Euro sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit noch 2,25 Euro höher. Am Montag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Weizen mit einem ganz leichten Minus von 0,25 Euro bei 188,0 Euro je Tonne.
 
Auch interessant