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Zuckerrübenzüchtung

Familienunternehmen Strube ist verkauft

Strube
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
04.04.2018

Paukenschlag in Sachsen-Anhalt: Die Familie Strube musste ihre Züchtungsfirma verkaufen. Neue Inhaber sind ein französisches und ein deutsches Unternehmen.

Das Traditionsunternehmen Strube ist nicht mehr im Besitz der Familie Strube. Die Rechtsstreitigkeiten mit dem früheren belgischen Kooperationspartner SESvanderHave hatten im Oktober 2016 zu einem Schutzschirmverfahren geführt und das Unternehmen vor „existenzbedrohende Forderungen“ gestellt, wie Strube berichtet. Die Unternehmensgruppe musste sich daraufhin restrukturieren und sanieren.

Käufer sind zwei Unternehmen, mit denen Strube schon langjährig zusammenarbeitet: Deleplanque & Cie aus Frankreich mit 60 Prozent und SUET Saat- und Erntetechnik GmbH aus Eschwege mit 40 Prozent. SUET war bislang Strubes Partner bei Saatgutpillierung und Vertrieb, Deleplanque  Kooperationspartner in Frankreich. Die Rechtsstreitigkeiten mit SESvanderHave sind mit dem Verkauf beigelegt.

Jobs und Standorte sollen erhalten bleiben

Strube ist vor allem für seine Zuckerrübensorten bekannt, auch in der Weizen-, Sonnenblumen und Roggenzüchtung aktiv.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, die Strube Unternehmensgruppe hatte im vergangenen Jahr 113 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet.

Die deutschen Standorte in Sachsen-Anhalt mit der Zentrale in Söllingen und der Strube Research in Schlanstedt sollen erhalten bleiben, möglicherweise nicht mehr unter dem Namen Strube. Die Jobs der 400 Mitarbeiter seien mit dem Verkauf gesichert.

Sina Isabel Strube nicht mehr im Unternehmen

Sina Isabel Strube und ihr Vater Dr. Hermann-Georg Strube

Die bisherige Geschäftsführerin Sina Isabel Strube gehört nun nicht mehr dem Unternehmen an, ihr Ehemann Dr. Christian Putensen-Strube ist schon im Januar als Geschäftsführer der Strube Research GmbH ausgeschieden, die sich vor allem um die Rüben- und Weizenzüchtung kümmert.

Die Investitionen in die neue Forschungshalle in Schlanstedt gehen auch mit den neuen Inhabern weiter. Diese Planungen waren bereits im Verkauf berücksichtigt, wie eine Unternehmenssprecherin berichtet.

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