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FAO: Nahrungsmittelpreise 2013 global auf hohem Niveau

von , am
10.01.2014

Rom - Der FAO-Index für Nahrungsmittelpreise blieb im Dezember gegenüber dem Vormonat auf stabilem Niveau. Während sich Milch und Fleisch verteuerten, gingen die Preise für Zucker und Getreide zurück.

© Mühlhausen/landpixel
Der FAO-Index für Nahrungsmittelpreise blieb im Dezember 2013 mit 206,7 Punkten gegenüber dem Vormonat November praktisch unverändert, wobei deutliche Steigerungen bei den Erlösen für Milch und hochwertiges Fleisch durch rückläufige Notierungen für Zucker und Getreide kompensiert wurden. Dies teilte die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Donnerstag in Rom mit.
 
Im Gesamtjahr 2013 lag der Index mit 209,9 Punkten zwar um 1,6 Prozent unter dem Niveau von 2012 und deutlich unter dem Spitzenwert von 2011 (230,1 Punkte), dennoch wurde damit der bisher dritthöchste Index verzeichnet.

Getreidepreis-Index auf niedrigstem Wert seit August 2010

Der Getreidepreis-Index der FAO sank im Dezember 2013 gegenüber dem Vormonat um 2,8 auf 191,5 Punkte und damit auf den niedrigsten Wert seit August 2010. Verantwortlich dafür waren höhere globale Getreidebestände und Rekordernten in mehreren Ländern. Rückläufig waren insbesondere die Notierungen für Mais und Weizen, während die Kurse für Reis im Dezember leicht zulegen konnten. Im Gesamtjahr 2013 unterschritt der Getreidepreis-Index mit 219,2 Punkten das Niveau von 2012 um 7,2 %.
Der FAO-Index für Zucker gab im Dezember erneut nach, und zwar um 6,3 % auf 234,9 Punkte. Dazu trug insbesondere die Erwartung einer großen Zuckerrohrernte in Brasilien - dem weltweit größten Produzenten und Exporteur in diesem Bereich - bei. Auch die rekordverdächtig hohe Erzeugung in Thailand und gute Erträge in China wirkten sich negativ auf die Zuckernotierungen aus. Insgesamt lag der Index 2013 bei 251 Punkten und damit um 18 % unter dem Vorjahresniveau.

Preisindex für Milchprodukte und Fleisch auf Rekordhöhe

Im Gegensatz dazu konnten die Weltmarktpreise für Milchprodukte im Dezember um 5,2 % auf 264,6 Punkte zulegen. Im Gesamtjahr 2013 erreichte dieser Index mit 243 Punkten einen Rekordwert. Die anhaltend gute Nachfrage nach Molkereiprodukten - insbesondere nach Milchpulver - in China wirkte sich hier deutlich aus, auch in der südlichen Hemisphäre wird in diesem Segment ein zunehmender Bedarf verzeichnet.
Die internationalen Fleischpreise konnten im Dezember in Summe leicht zulegen, der entsprechende FAO-Index stieg auf 188,1 Punkte. Dabei entwickelten sich - vor allem aufgrund der guten Nachfrage in China und Japan - die Notierungen für Schweine- und Rindfleisch positiv, während sich die Preise für Geflügel stabilisieren konnten und die Erlöse für Schaf- und Ziegenfleisch etwas nachgaben. Im Gesamtjahr 2013 erreichte der Index mit 184,4 Punkten den bisher höchsten Wert. 
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