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Nachhaltigkeit

Farm&Food 4.0: Chancen der regenerativen Landwirtschaft

Hände halten humusreiche Erde
am Freitag, 14.02.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Das Thema regenerative Landwirtschaft erregte auf der Farm & Food , die im Januar parallel zur Internationalen Grünen Woche stattgefunden hat, großes Interesse. Zurecht, eröffnet diese Landnutzungsform doch die Möglichkeit gleichzeitig nachhaltiger zu wirtschaften und mehr Geld zu verdienen.

 Auf dem Podium der Farm&Food 4.0 in Berlin waren Vorreiter aus Deutschland und den USA vertreten, die zeigen, wie sich das Ackerbau-System auf den jeweiligen Betrieb anpassen lässt.

Die Diskussion um die Landwirtschaft sei zu viel “entweder oder”, konstatierte Georg Goeres, Indigo. Eine neue Art der Landwirtschaft müsse nicht nur biologisch sein. “Wir müssen dazu übergehen, immer weniger synthetische Stoffe zu verwenden. Für ihn ist die Landwirtschaft der Zukunft eine Kombination aus der Verbesserung des Bodens und dem Einsatz von Technologie in einer bezahlbaren Weise.

Bauern müssen Geld verdienen

Biogasanlage

Vor fünf Jahren begann Michael Reber, Finalist beim Ceres Award, mit der Suche nach Alternativen. Das Wichtigste ist, dass sein Betrieb wirtschaftlich erfolgreich wird. “Entscheidend ist die Verbesserung der Wasserspeicherkapazität meines Bodens. “Die Bauern müssen wieder Geld verdienen. Ohne, dass wir fair bezahlt werden für das was wir tun, hat alles andere auch keinen Sinn.”

“Tatsache ist, dass wir in unseren Boden investieren, und deshalb müssen wir wirtschaftlich ein paar Einschnitte vornehmen”, so Reber. “Ein weiteres Problem ist, dass wir 85 Prozent unserer Grundstücke pachten. Wir müssen immer die Verpächter mit ins Boot holen.”  Für ihn ist es wichtig, während der Zeit des Wechsels auf neue Methoden eine finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Farm & Food 4.0: Dieses Thema bewegt Michael Horsch

Keine Diskussion zu "bio oder konventionell"

Der Wissenstransfer ist hier entscheidend, so Michael Reber. In der Allgemeinbildung gebe es keine Antworten auf Klimawandel und Dürren und verbotene Substanzen. “Zunächst habe ich die regenerative Landwirtschaft nicht ernst genommen. Das Problem ist aber, dass wir uns irgendwo zwischen Bio- und konventioneller Landwirtschaft positionieren müssen, den beiden einzigen offiziellen Richtungen, die wir in Deutschland haben.”

Reber begann, Seminare zu geben, um einen Wissenstransfer zu schaffen. Die TeilnehmerInnen kommen aus verschiedenen Altersgruppen, arbeiten konventionell oder biologisch und kommen aus ganz Deutschland und interessieren sich für eine neue Form der Bewirtschaftung.

Mit Material von Laura von Ketteler und Sarah Liebigt (Farm & Food 4.0)

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