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Forst

Forscher stellen der Küstentanne ein gutes Zeugnis aus

von , am
12.10.2009

Göttingen - Die Nordamerikanische Küstentanne ist mit ihren Eigenschaften gut dafür geeignet, die prognostizierten klimawandelbedingten Engpässe in der Rohstofflieferung an die Holzindustrie abzumildern.

© Mühlhausen/landpixel.de

Das geht aus Ergebnissen des Forschungsverbunds "Verwertungsorientierte Untersuchungen an Buche und Küstentanne aus nachhaltig bewirtschafteten Mischbeständen zur Herstellung innovativer, zukunftsfähiger Holzprodukte und Holzwerkstoffe" hervor, der zwischen August 2005 und Juli 2009 im Rahmen des Förderschwerpunkts "Nachhaltige Waldwirtschaft" vom Bundesforschungsministerium gefördert wurde.

Wie die Göttinger Forstwissenschaftlerin Prof. Andrea Polle als Leiterin des Verbunds vergangene Woche erklärte, verträgt die Küstentanne ein warmes Klima, ist gut zu pflegen und produktiv sowie leicht in die heimische Flora und Fauna zu integrieren. Außerdem entwickelten sich junge Buchen im Schutz der amerikanischen Tannenart besonders gut, weshalb der Forschungsverbund eine Management-Strategie für Buchen-Küstentannen-Mischbestände entwickelt habe, erläuterte die Hochschullehrerin.

Holzqualität  unter der Lupe

Darüber hinaus habe man aus dem Holz der Küstentanne und der Fichte Vollholzprodukte und Holzwerkstoffe sowie neue Additive hergestellt. Ein Vergleich der Dauerhaftigkeit und Stabilität der Erzeugnisse habe gezeigt, dass die Qualität des Küstentannen-Holzes sehr hoch und vergleichbar mit der von Fichtenholz sei. Ferner seien innovative Methoden für die Holzverarbeitung und für die Überprüfung der Produkteigenschaften entwickelt worden. Mittlerweile habe man die neuen Holzerzeugnisse und Produktionsmethoden erfolgreich in einem Partnerunternehmen der Holzindustrie überprüft, betonte Polle.

Küstentannen in deutschen Wäldern

Nun sei es Aufgabe der Forstbetriebe, Küstentannen in deutschen Wäldern anzubauen, um in Zukunft diesen Rohstoff bereitstellen zu können. Am Forschungsverbund waren neben der Hochschule Göttingen und der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt auch die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen sowie das Wilhelm-Klauditz-Institut in Braunschweig und acht Partnerunternehmen der Holzindustrie beteiligt. (AgE)

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