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Getreide global: Drittgrößte Ernte aller Zeiten

von , am
03.08.2015

Der Internationale Getreiderat hebt die Schätzung der bevorstehenden weltweiten Getreideernte auf 1,97 Milliarden Tonnen an. Das wäre die drittgrößte Getreideernte aller Zeiten. Dadurch geraten die Preise weiter unter Druck.

© Stefan Rampfel/landpixel
Trotz trockenheitsbedingter Ernteeinbußen bei Weizen und Mais in der Europäischen Union sowie bei Weizen, Gerste und Hafer in Kanada hat der Internationale Getreiderat (IGC) seine jüngste Schätzung für die globale Getreideernte gegenüber dem Stand von Ende Juni um vier Millionen Tonnen (Mio.t) auf 1,97 Milliarden Tonnen (Mrd. t) angehoben. Das wäre die drittgrößte Getreideernte aller Zeiten. Das berichtet der agrarmanager auf seiner Internetseite.

Rekordernte wird um zwei Prozent verfehlt

Das Rekordniveau von 2014/15 würde damit nur um zwei Prozent verfehlt. Da der IGC die Nachfrage etwas schwächer einschätzt als noch vier Wochen zuvor, könnte das laufende Wirtschaftsjahr mit höheren Endbeständen abschließen als zunächst erwartet. Die Londoner Experten beziffern die Vorräte nun auf voraussichtlich 435 Mio. t; das sind 13 Mio. t mehr als bisher prognostiziert und nur 9 Mio. t weniger als in der Schlussbilanz Ende 2014/15 verbucht wurden.
 
Seine Schätzung für die weltweite Weizenerntehat der IGC nur marginal auf 710 Mio. t zurückgenommen, womit das Vorjahresresultat um 11 Mio. t unterschritten würde. Die Vorräte blieben damit praktisch unverändert.

Weizenpreise unter Druck

Die sehr komfortable Marktversorgung hat die Getreide- und Sojapreise weltweit unter Druck gesetzt. Nach einem Zwischenhoch gegen Ende Juni und Anfang Juli, haben die Notierungen im weiteren Verlauf des Juli ins Negative gedreht. Der aggregierte IGC-Preisindex für Getreide und Ölsaaten fiel Ende Juli mit 194 Punkten nach unten aus der Spanne der Durchschnittspreise der vergangenen fünf Jahre heraus. Verglichen mit dem Vorjahr lag der Index zum Berichtszeitpunkt rund 20 Prozent tiefer.
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