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Getreide, Obst, Wein: Agrarminister Schmidt erwartet gute Erträge

© BMEL/photohek/Ronny Hartmann
von , am
08.08.2014

Berlin - Die Getreide- und Rapsernte 2014 könnte nach Einschätzung des Bundesagrarministeriums die langjährige Ertragsmarke übertreffen. Auch Obst- und Gemüsebauern können auf gute Ergebnisse bauen.

Die meisten Landwirte sehen die neue Tierschutz-Initiative von Agrarminister Schmidt kritisch. © BMEL
Die Erträge und Erntemengen beim Getreide könnten in diesem Jahr teils deutlich höher ausfallen als im langjährigen Mittel. Wenn das Wetter in den kommenden Wochen und Monaten keine Kapriolen schlägt, seien auch für Obst und Gemüse gute Erträge zu erwarten, auch die Winzer dürfen auf eine gute Ernte mit hervorragenden Qualitäten hoffen.
 
Diese - seine - Einschätzung gab Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt heute bekannt. Ob eine gute Ernte auch gute Erzeugerpreise zur Folge haben wird, werde sich zeigen, heißt es vonseiten des Agrarministeriums (Bmel). Mit amtlichen Ergebnissen zur Getreideernte ist Ende August zu rechnen.

Bei Getreide über 46,5 Millionen Tonnen möglich

Vieles deute laut Bmel darauf hin, dass die Getreideernte in Deutschland, wenn auch nicht in allen Regionen, höher ausfallen wird als der mehrjährige Mittelwert. Das sechsjährige Mittel der Jahre 2008 bis 2013 liegt bei 46,5 Millionen Tonnen (Mio. t) Getreide einschließlich Körnermais sowie bei knapp 5,3 Mio. t für Winterraps.
 
Ein amtliches Ergebnis der Getreide- und Rapsernte wird erst Ende August erstellt, auf der Basis der Auswertung von mehreren tausend Druschergebnissen.

Obst: Rund 157.500 Tonnen Erdbeeren werden erwartet

Auch beim Obst erwartet das Landwirtschaftsministerium gute Erträge. Die deutsche Erdbeerernte wird nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts voraussichtlich zehn Prozent mehr betragen als im Vorjahr, berichtet das Bmel.
 
Es wird eine Erntemenge von rund 157.500 Tonnen (t) erwartet. Sowohl die ertragsfähige Fläche von 14.700 Hektar (ha) als auch die Gesamternte werden voraussichtlich rund sieben Prozent höher ausfallen als der Durchschnitt der letzten sechs Jahre.
 
Die diesjährige Kirschenernte wird derzeit auf rund 51.900 t geschätzt. Dies würde eine Steigerung von 38 Prozent (%) gegenüber dem witterungsbedingt schwachen Erntejahr 2013 bedeuten.
 
Bei der Pflaumenernte ist zumindest regional aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse während der Blüte mit Ertragseinbußen zu rechnen.

Gemüse: Ausfälle durch Unwetter nur regional bedeutend

Obst- und Gemüsebauern, die unter dem russischen Einfuhrverbot leiden, sollen bis 30. Juni 2015 weiter Hilfe erhalten. © Christian Pedant/Fotolia
Der milde Winter und das warme Frühjahr wirkten sich nach Einschätzung des Bmel auch auf die Gemüsekulturen günstig aus. Diese hatten ebenfalls einen Vorsprung von bis zu drei Wochen gegenüber dem Vorjahr. Ausfälle durch Starkregen oder Hagel haben bislang lediglich regionale Bedeutung.
 
Die deutsche Spargelernte erreichte 2014 ein Rekordniveau: Sie fiel nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um elf Prozent höher aus als 2013. Die Erntemenge wird voraussichtlich bei rund 114.500 t liegen.
Auch bei Lagergemüse wie Karotten, Zwiebeln oder verschiedenen Kohlarten ist zum jetzigen Zeitpunkt von hohen Erträgen auszugehen.
 
Das gilt ebenso für die deutschen Winzer. Allerdings kann die Weinernte im August noch nicht sicher abgeschätzt werden. Noch hängt das Ergebnis zu stark vom Witterungsverlauf im Herbst ab.
 
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