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Aus der Wirtschaft

Getreide: Russland reduziert Exportziel um zehn Prozent

© 2bears/Fotolia
von , am
30.01.2013

Russland muss seine Exportprognose für das laufend Wirtschaftsjahr nach unten setzen. Denn die Ausfuhrmengen sind seit Dezember drastisch zurückgegangen.

Erst April, dann Juni, jetzt Juli - Russland hat seinen Importstopp für europäisches Pflanzgut zum zweiten Mal verschoben. © Oliver Haase/pixelio
Mittlerweile denkt man sogar über eine Aufhebung der Importzölle für Getreide nach. Der russische Stellvertretende Agrarminister Ilya Shestakov gab am Dienstag das reduzierte Exportziel von insgesamt 14 Millionen Tonnen (Mio. t) Getreide bekannt.
 
Bisher wollten die Russen bis zum Ende des Wirtschaftsjahrs 15,5 Mio. t Getreide exportieren.

Ende der Fahnenstange

Bis Mitte Januar erreichten die Exporte nach Ministeriumsangaben einen Umfang von 13,07 Mio. t. Dabei waren die Ausfuhren in den ersten beiden Januarwochen auf nur noch 137.000 t geschrumpft, davon waren knapp 70.000 t Weizen.
 
Im bisherigen Verlauf des Wirtschaftsjahres hatten die Russen trotz der kleinsten Weizenernte seit 2003 von 37,7 Mio. t, immerhin knapp zehn Millionen Tonnen Weizen exportiert. Damit scheinen die Möglichkeiten jedoch erschöpft zu sein, denn am russischen Binnenmarkt steigen die Preise seit Wochen rasant an und auch der massive Verkauf von Weizen aus den staatlichen Interventionslägern konnte den Preisauftrieb nicht stoppen.

Nachgefragt: Das ukrainische Getreidejahr 2013

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