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Marktanalyse

Getreide: Spekulanten und Wetter lassen Preise schwanken

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Anke Fritz/agrarheute
am
18.04.2016

Mehrere Faktoren beeinflussen zur Zeit die Getreidepreise. Dazu gehören auch spekulative Anleger, die auf die Wettermeldungen aus Südamerika reagieren. Momentan liegt der Weizenpreis 34 Euro je Tonne unter dem Vorjahr.

Am europäischen Terminmarkt waren die Preise für Getreide und Raps zuletzt sehr volatil. Auch in Chicago schwankten die Kurse relativ stark. Laut Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager wurden die Preisschwankungen unter anderem durch die Reaktionen der großen spekulativen Anleger (Hedgefonds) auf die Wettermeldungen aus Südamerika und aus den Weizenanbaugebieten der USA verursacht.

Weizenpreis liegt 34 Euro unter dem Vorjahr

  • Die europäischen Weizenpreise sind am vorigen Freitag  (trotz der sehr guten Exportdaten) deutlich zurückgegangen und auch im Wochenvergleich gefallen.
  • Der vordere Maikontrakt wurde am vorigen Freitag mit 151,25 Euro/t notiert, dass waren 2,50 Euro weniger als am vorigen Handelstag. Im Vergleich zur Vorwoche  (154,25 Euro) waren die Weizenpreise für den Maitermin  damit 3,0 Euro niedriger. Gegenüber den Preisen vom vorigen Jahr waren die Weizenpreise 34 Euro niedriger.
  • Die neue Weizenernte 2016 (Septemberkontrakt) beendete den Handel am Freitag mit 160 Euro und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag und 3,25 Euro niedriger als vor einer Woche. Gleichzeitig war die neue Ernte 8,25 Euro teurer als der vordere Maikontrakt. 

Alle Hintergründe zu den Entwicklungen der Getreide- und Rapspreise finden Sie auf der Internetseite des agrarmanagers.

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