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Vermehrungsflächen

Die 10 stärksten Roggen- und Triticalesorten für den Herbst 2020

Roggen
am Freitag, 14.08.2020 - 12:15 (Jetzt kommentieren)

Nach der Ernte ist vor der Aussaat: Zur Sortenwahl von Roggen und Triticale sind die aktuellen Vermehrungsflächen ein guter Anzeiger dafür, wie die Züchter die Nachfrage nach ihren Sorten einschätzen. Wir nennen Auf- und Absteiger.

Die Dürrejahre mit ihrer extremen Trockenheit, der weit verbreiteten Mäuseplage und dem damit einhergehenden Futtermangel auf dem Grünland zeigen Wirkung. Eine Grünroggensorte steht bei den Vermehrungsflächen ganz oben an.

Winterroggen: Populations- und Hybridsorten zur Sortenwahl 2020

abgeerntetes Feld mit GPS-Roggen

Die Populationssorte Protector führt die Rangliste der Roggensorten an. Ihr folgt an zweiter Stelle die EU-Hybride KWS Tayo, die in der gleichen Größenordnung vermehrt wurde und im Vergleich zum Vorjahr 2019 noch um 100 ha zulegte. Hybridroggen-Sorten sind gerade auf Grenzstandorten oft wirtschaftlicher als Winterweizen und Populationsroggen.

Nichtsdestotrotz nimmt die Populationssorte Dukato Platz drei ein. Sie wurde aber zuletzt um 220 ha zurückgefahren. Auf den Rängen vier bis sechs folgen mit KWS Trebiano, KWS Serafino und SU Performer drei weitere Hybride. Sie weisen jeweils mehr als 800 ha Vermehrungsfläche auf.

Platz sieben hält der Populationsroggen Inspektor. Insgesamt nahm seine Vermehrungsfläche aber ab. Die Hybride KWS Eterno und die Populationssorte SU Popidol weisen ebenso Vermehrungen oberhalb von 700 ha beziehungsweise 600 ha auf. Die Hybride KWS Daniello auf Platz zehn sank zuletzt auf unter 400 ha.

Das sind die meistvermehrten Roggensorten 2020

Die meist vermehrten Roggensorten sind aktuell:

  • Protector
  • KWS Tayo (Hybridsorte)
  • Dukato
  • KWS Trebiano (Hybridsorte)
  • KWS Serafino (Hybridsorte)
  • SU Performer
  • Inspector
  • KWS Eterno (Hybridsorte)
  • SU Propiol
  • KWS Daniello (Hybridsorte)

Angaben zu Saatstärken und Ertragseigenschaften finden Sie in der gedruckten Ausgabe von agrarheute.

Wintertriticale verliert zuletzt deutlich an Fläche

Bei der Wintertriticale reduzierten Züchter und Vermehrer die Flächen zur Saatgutvermehrung zuletzt um 11 Prozent. Die Fläche erreichte noch 10.376 ha. Das sind 1.286 ha weniger als 2019.

Die Bundesländer mit den höchsten Anteilen an der Triticalevermehrung sind

  • Niedersachsen mit gut 1.900 ha,
  • Nordrhein-Westfalen mit 1.700 ha,
  • Bayern mit mehr als 1.300 ha und
  • Mecklenburg-Vorpommern mit gut 1.060 ha Vermehrungsfläche.

Triticale: Top-Ten-Sorten zur Herbstbestellung 2020

Bei den Top-Ten Sorten der Triticale hat Lombardo seine sehr dominierende Stellung weiter behauptet. Das gilt trotz eines Rückgangs von gut 440 ha Vermehrungsfläche. Sie lag zuletzt immerhin noch bei 4.410 ha

An zweiter Stelle der agrarheute-Topliste der am meisten angebauten Triticalesorten folgte mit gut 1.200 ha Ramdam. Die Sorte erreichte zuletzt ein kräftiges Plus von mehr als 1.090 ha. Ihr folgen die Triticale-Sorten Tender PZO, Lanetto und Tulus, die zuletzt jeweils auf mehr als 500 ha vermehrt wurden.

Noch auf über 300 ha kamen die beiden Triticalesorten Ramos und Cedrico. Letztere wurde aber um mehr als die Hälfte eingeschränkt. Platz acht nimmt Ozean, Rang neun RGT Belemac und Rang zehn schließlich Belcanto ein. Alle drei wurden zuletzt stärker vermehrt als im Vorjahr.

Das sind die meistvermehrten Triticalesorten 2020

Die meistvermehrten Triticalesorten 2020 sind:

  1. Lombardo
  2. Ramdam
  3. Tender PZO
  4. Lanetto
  5. Tulus
  6. Ramos
  7. Cedrico
  8. Ozean
  9. RGT Belemac
  10. Belcanto

Angaben zu Saatstärken und Ertragseigenschaften finden Sie in der gedruckten Ausgabe von agrarheute. Alle Vermehrungsflächen finden Sie auch im Internet.

Mit Material von Thiel, Preuß, LWK Niedersachsen
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