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Vermehrungsflächen

Die 10 stärksten Weizensorten für den Herbst 2019

Aussaat von Wintergetreide
am Mittwoch, 14.08.2019 - 08:54 (Jetzt kommentieren)

Unter den Top-Ten der zur aktuellen Ernte meist vermehrten Weizensorten gab es einige Überraschungen, nicht aber an der Spitze.

Welche Marktbedeutung haben die besten Weizensorten aktuell? Diese Frage treibt die Anbauer wie auch die Züchter jedes Jahr aufs Neue an. Die Marktanteile nach tatsächlichen Anbauflächen lassen sich kaum präzise erfassen, zu vielschichtig ist das System mit Z-Ware und Nachbau.

An anderer Stelle können wir die Marktanteile dagegen hektargenau abbilden: bei der Saatgutproduktion. Hier werden alle Sorten zentral von der Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen in Deutschland erfasst.

Daher gelten die Flächen mit Saatgutvermehrung als ein recht guter Indikator für die Marktbedeutung einer Sorte. „Recht gut“ deshalb, weil Im- und Exporte von Saatgut, EU-Zulassungen und auch Hybridsorten, die im Ausland vermehrt werden, das Gesamtbild leicht verfälschen.

Zur aktuellen Ernte deutliches Flächenplus

Zur Ernte 2019 haben die Vermehrungsbetriebe 110.244 ha Wintergetreide angemeldet. Das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 13.169 ha oder einem Plus von knapp 14 Prozent.

Der Anstieg verwundert nicht weiter, wenn man sich die Wetterkapriolen der letzten Jahre ins Gedächtnis ruft. Schon seit 2015 wurden die Flächen teilweise im zweistelligen Prozentbereich zurückgefahren. Der nasse Winter 2017/2018 tat sein Übriges.

Im Norden wieder mehr Weizenvermehrungen

Auch die wichtigste Getreideart Winterweizen verzeichnet zur Ernte 2019 im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Wachstum.

Das gilt gleichermaßen für die Anbauflächen (plus 4,6 Prozent auf 3,025 Mio. ha) wie für die Vermehrungsflächen: plus 11,4 Prozent oder 5.850 ha auf 57.170 ha. Besonders Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern legten erheblich zu. Hauptvermehrungsregionen in Deutschland sind Mecklenburg-Vorpommern (9.374 ha), Niedersachsen (8.264 ha) und Sachsen-Anhalt (7.005 ha).

Spannend ist das Ranking unter den Top-Ten, weil die zehn meistvermehrten Weizensorten auf immerhin 51 Prozent der gesamten Weizenvermehrungsfläche stehen. Auf den restlichen 49 Prozent tummeln sich die verbleibenden rund 200 hierzulande Sorten.

Top-Ten Winterweizen: Die Rangliste auf einen Blick

Hier die Rangliste der zehn in diesem Jahr meistvermehrten Winterweizen in ha. In Klammern sind jeweils die Flächen von 2018 angegeben.

1. RGT Reform, A 9.025 ha (2018: 8.254 ha)
2. Informer, B 2.597 ha (503 ha)
3. LG Initial, A 2.545 ha (420 ha)
4. Patras, A 2.457 ha (2.425 ha)
5. Asory, A 2.403 ha (116 ha)
6. KWS Talent, B 2.324 ha (1.162 ha)
7. Ponticus, E 2.314 ha (1.531 ha)
8. Elixer, C 2.190 ha (2.031 ha)
9. Benchmark, B 1.889 ha (2.118 ha)   
10. Apostel, A 1.655 ha (1.416 ha)

RGT Reform immer noch führend

Unter den stärksten zehn Sorten gab es einige Verschiebungen und Überraschungen, allerdings nicht auf Platz eins. Seit einigen Jahren und immer noch wachsend, rangiert dort der A-Weizen RGT Reform. In diesem Jahr wurde die Vermehrungsfläche noch einmal um 771 ha ausgebaut und erreicht nun 9.025 ha. Das entspricht einem konstanten Anteil von 16 Prozent aller Weizenvermehrungsflächen.

Das erste Mal unter den Top-Ten und direkt auf Platz zwei landet in diesem Jahr die B-Sorte Informer. Sie wurde von 500 ha im Vorjahr auf 2.597 ha und damit deutlich ausgeweitet.

Der Züchter Limagrain hat noch eine zweite Sorte in ähnlichem Umfang nach vorne gebracht: Der A-Weizen LG Initial erreicht mit 2.545 ha Platz drei. Beide Sorten haben Patras (A) von Platz zwei auf Platz vier verdrängt. Seine Fläche blieb mit 2.457 ha nahezu konstant.

Einige Neue unter den Top-Ten

Auf Platz fünf folgt ein weiterer Neuling unter den zehn Stärksten: Asory ist ein 2018 neu zugelassener A-Weizen mit Genetik aus JB Asano und Memory. Im Vorjahr noch auf gut 100 ha vermehrt, erreicht er dieses Jahr 2.403 ha.

Auch die folgenden drei Sorten auf den Plätzen sechs bis acht kommen in diesem Jahr auf Vermehrungsflächen von über 2.000 ha: KWS Talent (B), Ponticus (E) und Elixer (C) liegen relativ nah beieinander, wobei die beiden erstgenannten deutlich ausgebaut wurden.

Als einzige Sorte unter den Top-Ten verloren hat, wenn auch nur um 230 ha, der B-Weizen Benchmark auf Platz neun. Die A-Sorte Apostel rangiert mit leicht gestiegenen 1.655 ha auf Platz zehn.

Mit Material von Eric Preuß und Willi Thiel, LWK Niedersachsen, für die Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen in Deutschland

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