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Verkaufszahlen

Absatz Pflanzenschutzmittel: Darum ist die Statistik nun korrigiert

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am Dienstag, 04.01.2022 - 09:00 (3 Kommentare)

2020 waren bei uns 283 Wirkstoffe in 980 Mitteln erlaubt. Die Zahlen sind nun korrigiert. Fehler gab es zuvor beim Melden und Verarbeiten einzelner Daten.

Im vorletzten Jahr wurden im Inland insgesamt gut 80.000 t Pflanzenschutzmittel und Zubereitungen abgegeben, ohne Gase für den Vorratsschutz. Vom Jahresbericht zum „Absatz an Pflanzenschutzmitteln in der Bundesrepublik Deutschland“ hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nun eine korrigierte Version veröffentlicht.

Warum waren die Korrekturen bei den Zahlen nötig?

Die Korrekturen waren nötig, weil laut Zulassungsbehörde Fehler gemacht wurden bei Meldepflichtigen und bei der Datenverarbeitung. So mussten nun einzelne Tabellen korrigiert werden.

  • Beim Berechnen der herbiziden Wirkstoffmenge an Flufenacet hatte etwa eine Meldefirma die falsche Mitteldichte verwendet.
  • Beim anorganischen Fungizid Kupferhydroxid gab es Fehler bei der Auswertung, die zu gut 275 Prozent höheren Änderungen führte.

Wie hoch war die Zahl zugelassener Pflanzenschutzmittel 2020?

Die Zahl erlaubter Pflanzenschutzmittel, Wirkstoffe und Indikationen lag 2020 bei

  • 980 zugelassenen Mitteln (ohne ruhende Zulassungen),
  • 6.684 erlaubten Anwendungen,
  • 1.787 Handelsnamen,
  • 142 Zulassungsinhabern,
  • 121 zusätzlichen Vertriebsfirmen.

Absatz an Pflanzenschutzmitteln in Deutschland 2020

Wieviele Mittel waren 2020 wogegen erlaubt?

Laut korrigiertem Jahresbericht waren 2020 hierzulande insgesamt 283 Wirkstoffe in 980 Pflanzenschutzmittel erlaubt. Davon wirken unter anderen

  • 388 gegen Unkräuter,
  • 290 gegen Pilzkrankheiten,
  • 116 gegen Insekten,
  • 79 als Wachstumsregler inklusive Keimhemmungsmittel,
  • 39 als Saatgutbehandlungsmittel,
  • 30 gegen Schnecken.

Welche Tonnagen an Pflanzenschutzmitteln wurden 2020 abgesetzt?

Hersteller und Vertreiber von Pflanzenschutzmitteln müssen dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nach § 64 Pflanzenschutzgesetz jährlich die Mengen der Präparate und der darin enthaltenen Wirkstoffe melden, die im Inland abgegeben oder ausgeführt wurden.

Im Inland wurden 2020 an Mitteln oder Zubereitungen unter anderem folgende Mengen abgegeben:

  • 43.088 t Herbizide,
  • 24.848 t Fungizide einschließlich Bakterizide und Virizide,
  • 24.395 t Insektiziden inklusive Akarizide und Pheromone.

Insgesamt waren es gut 100.210 t, ohne inerte Gase für den Vorratsschutz gut 80.000 t.

Was ist mit Notfallzulassungen und Parallelhandelsmitteln?

Die als Notfallzulassungen in Verkehr gebrachten Mengen sind dem Amt zufolge in den Gesamtmengen in dem Jahresbericht enthalten. Der Parallelhandel unterliegt demnach ebenfalls der Meldepflicht. Er ist in den Statistiken enthalten. Zum Teil sind sind Parallelhandelsmittel extra ausgewiesen.

Seit 2016 wurde auch die die Erfassungsrate von Saatgutbehandlungsmitteln verbessert, die in Deutschland nicht zugelassen sind, aber eine Genehmigung für Saatgut haben, das ausgeführt wird. Damit ist ein kleiner Effekt verbunden, der sich etwa auf die Absatzmenge der Neonicotinoide auswirkt.

Seit Beginn der Meldepflicht 1983 sind die inländischen Absatzmengen aller Wirkstoffe im Pflanzenschutz in einem separaten Dokument hier zu finden.

Mit Material von BVL, AgE

Fendt Rogator: Die Details der gezogenen Pflanzenschutzspritze

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