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Ackerbaustrategie 2035: Jetzt ist Ihre Meinung bis Ende August gefragt

Julia Kloeckner mit der Ackerbaustrategie
am Dienstag, 04.08.2020 - 09:10 (3 Kommentare)

Ihre Ackerbaustrategie 2035 stellt Bundeslandwirtschaftsministerium Julia Klöckner online zur Diskussion. Die Beteiligung ist jetzt bis Ende August verlängert. 2.250 Personen haben sich bislang angemeldet. Gut 1.000 Beiträge und 745 Kommentare sind bisher eingegangen.

Die Diskussion ist bis zum 31. August 2020 verlängert. Zum ersten Mal setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium auf die breit angelegte Beteiligung ihrer Ziele in dieser Form. Zunächst war die Online-Beteiligung nur bis Ende Juli vorgesehen. Jetzt können betroffene Landwirte, Wissenschaftler, Verbraucher sowie Vertreter der Länder und von Landwirtschafts- und Umweltverbänden ihre Ansätze einen Monat länger einbringen.

Ziel ist es, weitere Möglichkeiten in die Ackerbaustrategie 2035 zu implementieren, die in den landwirtschaftlichen Betrieben Bestand haben und einen echten Mehrwert bieten. Für die Online-Beteiligung beim BMEL muss sich jeder Teilnehmer mit Namen registrieren und angeben, ob er Landwirt ist oder nicht. Die Diskussion läuft bis zum 31. August 2020.

Der Ackerbau ist die Grundlage unserer Ernährung

Leitlinien der Ackerbaustrategie 2035 Flowchart

Die Hälfte der Böden in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt, rund 70 Prozent davon ackerbaulich. Der Ackerbau stellt mit Abstand den größten Teil der Grundnahrungs- und Futtermittel bereit.

Alle Landwirte in Deutschland haben ihre Leistungen auf dem Acker und im Stall ganz enorm steigern müssen. Auf der Grundlage von Forschung und Innovationen wurde eine riesiger Produktivitätsschub erreicht. Ein landwirtschaftlicher Betriebsleiter ernährt heute statistisch rund 155 Menschen. Im Jahr 1900 waren es etwa zehn Personen.

Diese unvergleichlich hohe Produktivitätssteigerung bringt aber Herausforderungen bei Umwelt- und Naturschutz, Ökonomie und gesellschaftlicher Akzeptanz mit sich. Deshalb hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft mit Experten das Diskussionspapier vorgelegt.

Die Ackerbaustrategie 2035 widmet sich der Ertragssicherung, der Ressourcenschonung, der Biodiversität und Nachhaltigkeit, stellt neue Fruchtfolgen und deren Wirtschaftlichkeit vor und thematisiert Zielkonflikte.

Die Ackerbaustrategie 2035: Was will sie erreichen?

Handlungsfelder der Ackerbaustrategie in der Übersicht

Über 50 Punkte zeigen in dem Papier auf, wie landwirtschaftliche Nutzung und gesicherte Ernährung von Mensch und Tier weiterentwickelt werden sollen, ohne den Schutz der Ressource Boden aus dem Blick zu verlieren. Nur ein gesunder Boden sichert das Einkommen der Landwirtschaft und die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln.

Weiter hinaus geht es um mehr Vielfalt auf den Äckern, eine bessere Bodenqualität, gegen den Klimawandel robuste Pflanzenzüchtungen und das Voranbringen der Digitalisierung im Agrarbereich.

Die Online-Beteiligung zur Ackerbaustrategie 2035 soll im Blick auf diese komplexen Herausforderungen einen gesamt-gesellschaftlichen Konsens für einen nachhaltigen und ressourceneffizienten Ackerbau fördern.

Nutzen Sie nicht nur das Formular vom BMEL für die Online-Beteiligung, sondern werden Sie auch in unserer Kommentarspalte aktiv. 

Mit Material von BMEL

Klöckner beantwortet Fragen zur Ackerbaustrategie

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