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Wintergerste

Ackerfuchsschwanz: Diese Bodenherbizide wirken sicher

Keimender Ackerfuchsschwanz
am Donnerstag, 07.10.2021 - 06:03 (Jetzt kommentieren)

Die Ackerfuchsschwanzbekämpfung im Herbst muss sitzen. Doch was tun, wenn der Niederschlag für eine gute Wirkung nicht ausreicht?

Eine rechtzeitige Ackerfuchsschwanzbekämpfung im Herbst ist Pflicht, um resistente Pflanzen zu vermeiden. Die Pflanzenbauberater vom Landwirtschaftsamt Ilshofen im nordöstlichen Baden-Württemberg geben Tipps, was aktuell zu tun ist.

Wintergerste, die um den 20. September gedrillt wurde, ist bereits im Auflaufen. Hier steht jetzt die Herbizidbehandlung an.“ Die bisher gefallenen Niederschläge – in Ilshofen beispielsweise 7 mm – sorgen nicht für eine ausreichende Bodenfeuchte. Auch für die kommenden Tage sind nur spärliche Regenmengen vorausgesagt.

Wann ist der ideale Termine für die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz?

Trotzdem muss in diesen Fällen jetzt behandelt werden. Der Wirkstoff Flufenacet wird hauptsächlich über das Hypokotyl aufgenommen. Das heißt, der Acker muss bereits vor dem Auflaufen des Ackerfuchsschwanzes versiegelt sein.

Der Ideale Termin ist hierbei „kvD“, also kurz vorm Durchstoßen. Die Pflanzenbauexperten raten: „Nutzen Sie eine Regenpause oder den Tau am Morgen für die Durchführung einer Applikation nutzen, wenn die Befahrbarkeit gegeben ist.“

Welche Herbizide werden gegen Ackerfuchsschwanz empfohlen?

Die Pflanzenbauexperten des Landwirtschaftsamts Ilshofen empfehlen aktuell folgende Mittel gegen Ackerfuchsschwanz:

  • Herold SC mit 0,6 l/ha,
  • Malibu mit 4,0 Liter/ha,
  • Cadou pro Pack (Cadou SC + Agolin mit 0,5 + 1,5 l/ha,
  • Battle Delta + BeFlex mit 0,6 + 0,3 l/ha,
  • und neu: Mateno Forte Set (Mateno Duo + Cadou SC) mit 0,35 + 0,5 l/ha.

Was tun bei hohem Besatz von Ackerfuchsschwanz?

Auf Problemstandorten mit hohem Besatz von Ackerfuchsschwanz lassen sich 2,0 bis 3,0 l/ha Boxer (Prosulfocarb) zusetzen, was die Wirkung auf das Ungras verstärkt.

Achtung: Der Einsatz bis zum frühen Nachauflauf ist dabei Pflicht, da es sonst zu Schäden kommen kann.

Was ist bei der Bodenbearbeitung zu beachten?

Wenn die Aussaat der Wintergerste zeitlich nach hinten geschoben wurde oder die Kultur bisher noch nicht gekeimt hat, sollten Sie unbedingt die Möglichkeit nutzen, vorhandene Kluten mit einer Walze zu beseitigen.

Dafür reichen die bisher gefallenen Niederschlagsmengen bereits aus. Die Gerste dankt ein feines Saatbett, die Versiegelung klappt besser und auch die Wirkungsgrade der Herbizide steigen. Im Idealfall hat ein Falsches Saatbett, bereits zwei bis vier Wochen vor der eigentlichen Aussaat, angelegt, einen Teil des Ackerfuchsschwanzes bereits zum Keimen gebracht.

Mit Material von Landwirtschaftsamt Ilshofen
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