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Unkrautbekämpfung

Ackerfuchsschwanz bei Resistenzgefahr weghäckseln

Ackerfuchsschwanz in Winterweizen
am
05.06.2019

Wo Ackerfuchsschwanz durch die Getreidebestände kommt und ein Herbizid wirkungslos war, kann die harte Methode hilfreich sein.

In diesen Tagen kommt auf einigen Wintergetreideflächen relativ starker Besatz an Ackerfuchsschwanzähren aus den Beständen. Das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) in der Eifel gibt Tipps, wie Sie bei stärkerem Besatz am besten vorgehen sollten.

„Tritt dies an Stellen auf, an denen schon öfter eine Bekämpfung fehlgeschlagen ist, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um resistenten Ackerfuchsschwanz handelt“, erklären die DLR-Berater.

Untersuchungen aus Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren zeigen, dass es sich bei den gesammelten Proben meist um Pflanzen mit einer ausgeprägten Resistenz gegenüber den Fops (Axial, Traxos, Agil, Panarex und andere), aber auch gegen die Sulfonylharnstoffe wie Atlantis oder Broadway handelt.

Jetzt hilft die brachiale Methode

Liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei den Ackerfuchsschwanznestern um resistente Pflanzen handelt, kann eine Nutzung dieser Stellen als GPS einer weiteren Verbreitung der Samen und einer Anreicherung des Samenpotential im Boden stark entgegenwirken. „Auch das Mulchen dieser Stellen würde sich langfristig positiv auswirken“, heißt es vom DLR.

Das alles muss aber noch vor der Samenreife des Ackerfuchsschwanzes geschehen. Das bedeutet: Diese radikale Maßnahme ist schon in den nächsten Tagen fällig.

Mit Material von DLR Eifel
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