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Getreide

Aktuelle Witterung fördert Fusarien

von , am
07.06.2012

Eine stärkere Gefährdung durch Fusarien ist aufgrund der aktuellen Witterung zu erwarten. Lesen Sie hier, wann sich der Pilz besonders gut vermehren kann.

Unter folgenden Bedingungen ist die Vermehrung von Fusarien besonders zu erwarten:
  • auf Standorten, auf denen früher schon Fusarien in stärkerem Umfang aufgetreten sind. Dabei spielt es zunächst für die aufnehmende Hand keine Rolle, ob ein Befall mit dentoxinbildenden F. graminearum, F. culmorum oder F. poae oder mit dem nicht toxinbildenden M. nivale vorliegt. Entscheidend ist, ob ausgeblichene oder rot verfärbte Körner festgestellt werden,
  • wenn Weizen/Triticale nach Mais, Weizen oder auch Erbsen pfluglos bestellt wurde,
  • wenn in den Vorjahren befallene Mais- oder Getreidestoppel untergepflügt und im Herbst weitgehend unverrottet wieder hochgeholt wurden,
  • in anfälligen Weizensorten, meist Kurzstroh-Typen (z. B. Actros, Biscay, Boomer, Carenius, Drifter, Edgar, Egoist, Global, Inspiration, JB Asano, Julius, Kredo, Limes, Linus, Manager, Opus, Orcas, Paroli, Pius, Potenzial, Primus, Ritmo, Smaragd, Sophytra, Tommi, Tobak, Xantippe, Winnetou). Der geringe Abstand zwischen Blättern und Ähre erleichtert die Infektion.
  • wenn bei feucht-kühler Witterung nach einer Trockenphase ein langsames Heranreifen der Pyknidien auf den Ernterückständen erfolgt bzw. Konidiosporen von F. culmorum (+ M. nivale) über die Blattetagen nach oben wandern können,
  • wenn bei Temperaturen zwischen 15 und 18 °C (F. culmorum, M. nivale) bzw. über 18 bis 22 °C (F. graminearum) Regen (über 5 mm) fällt und die Ähren längere Zeit (12 Stunden) nicht abtrocknen,
  • wenn der Weizen mit dem Ährenschieben begonnen hat. Der Hauptgefährdungszeitraum wird sein, wenn 30 - 50 % der Ähren geschoben sind und die Blüte in den mittleren Ähren bereits abgeschlossen ist.
 
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