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Getreide

Aktueller Erntebericht

Externer Autor
am
09.09.2009

Hier sehen Sie den aktuellen Stand der Ernte 2009 auf den deutschen Äckern und Bäumen. Klicken Sie auf das jeweilige Bundesland und erfahren Sie mehr.

Baden-Württemberg: Bodensee-Apfelsaison 2009 eröffnet

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium hat am vergangenen Freitag die diesjährige Apfelsaison am Bodensee gestartet. Marktexperten sagten eine durchschnittliche Erntemenge in der Europäischen Union, in Deutschland und in Baden-Württemberg voraus, erklärte Gurr-Hirsch bei der offiziellen Saisoneröffnung in Eriskirch. Am Bodensee werde die Ernte mit rund 235 000 t wohl leicht unter dem mehrjährigen Mittel liegen.

Durchschnittliche Erntemenge und sehr gute Qualität

Allerdings sei die Qualität der Äpfel außerordentlich gut, denn die gleichmäßige Wasserversorgung und die Witterung hätten zu einem ausgewogenen Zucker-Säure-Verhältnis geführt. Laut Gurr-Hirsch werden in Baden-Württemberg auf fast 10 000 ha durchschnittlich rund 300 000 t Marktäpfel erzeugt; das entspreche knapp einem Drittel der deutschen Produktion. Das Aufkommen an Tafeläpfeln für den Handel belaufe sich am Bodensee im Mittel auf jährlich rund 250 000 t. (AgE/Stand: 9. September 2009) 

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Baden-Württemberg: Gesunde Hopfen-Bestände lassen eine sehr gute Qualität erwarten

Bei der Hopfen-Ernteschätzung im Anbaugebiet Tettnang schätzte der Tettnanger Hopfenpflanzverband einen Ertrag von 32.800 Ztr. (1.640 Tonnen), das sind 11% weniger als bei der Ernte 2008. Die Ernteschätzung bezieht sich auf eine Gesamtanbaufläche von 1.221 Hektar, davon 56 ha Junghopfenfläche. In diesem Ergebnis sind die Schäden durch Sturm und Hagel vom 26. Mai 09 berücksichtigt. Die Bestände sind gesund und lassen eine sehr gute Qualität erwarten.

Die Schätzung vom 14. August 2009 in Tettnang zeigt folgende Ergebnisse:

  • Tettnanger: 19.000 Ztr.
  • Hallertauer Mfr. 8.000 Ztr.
  • Perle: 2.500 Ztr.
  • Tradition: 1.500 Ztr.
  • Sonstige 1.800 Ztr.


(pd/Stand: 4. September 2009)

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Etwa 80 Prozent des Getreides in Baden-Württemberg eingebracht 

• Weizen:   durchschnittliche bis hohe Hektarerträge; 
                  überwiegend zufriedenstellende Qualitäten; 
                  Proteinwerte allerdings vielfach niedrig.

• Wintergerste:   häufig sehr gute Erträge, teilweise leicht über Vorjahr; 
                          gute bis sehr gute Qualitäten mit Hektolitergewichten von 60 bis 70 kg;
                          verzögerter Erntebeginn wegen Regens;
                          teilweise Trocknung nötig.

• Sommergerste:   meistens gute bis sehr gute Erträge;
                            Proteinwerte neun bis 11,5 Prozent;
                            Vollgerstenanteile 92 bis 97 Prozent;
                            gute Mälzeigenschaften.

• Roggen:   überdurchschnittliche Hektarerträge;
                  Qualitäten überwiegend gut;
                   teilweise Auswuchs durch Niederschläge.

• Raps:   häufig sehr gute Erträge bis zu über 5 Tonnen je Hektar (t/ha);
              gute Ölgehalte von 42 bis 43 Prozent;
              Ware meist trocken (7 bis 9 Prozent Feuchte). 

(Quelle: Landesbauernverband Baden-Württemberg; Stand: 18.August)                         _____________________________________________________________ 

Zum Schluss ist alles gleichzeitig erntereif

Der viele Regen hat in Baden-Württemberg dazu geführt, dass vielerorts das Getreide zwar reif auf den Feldern stand, aber halt nicht geerntet werden werden konnte. Nachdem die Niederschläge aufhörten, hatten die Landwirte alle Hände voll zu tun, weil plötzlich alles gleichzeitig erntereif war. Wie der Landesbauernverband Baden-Württemberg berichtet, ist inzwischen sehr viel geräumt. Wintergerste und Winterraps sind - abgesehen von einigen Spätdruschgebieten - nahe weg. Sommergerste ist zu 80 Prozent geerntet, Weizen zu 70 Prozent. Der Hafer steht noch draußen.

Die Qualitäten sind zwar nicht so gut wie im Vorjahr, aber insgesamt gut bis zufrieden stellend und leicht über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Nur beim Weizen fallen die Proteinwerte etwas niedrig aus. Die Feuchte ist in Ordnung. Beim Roggen hat der Regen etwas Auswuchs bewirkt, was sich auf die Backqualität auswirken dürfte. (gz/10. August 2009) 

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Niederschläge bremsen Landwirte seit vier Wochen aus

  • Baden
    Sommergerste überwiegend eingebracht 
  • Ostalbkreis
    Im Osten Baden-Württembergs unterbrechen die Regenfälle der letzten Tage immer wieder die Getreideernte bzw. lassen diese gar nicht erst zu. So dürften hier erst 20 Prozent der Wintergerste gedroschen sein. Die Niederschlagsmenge liegt in der Region im langjährigen Mittel bei 60 bis 70 mm, dürfte aber mittlerweile gut das Doppelte erreicht haben, so dass auf ersten Standorten Ährenknicken zu beobachten ist. Das wechselhafte, oft schwül-warme Wetter erhöht zudem den Pilzdruck auf unbehandelten Schlägen und drückt auch die Qualitäten. Feuchtegehalte zwischen 15 und 16 Prozent sind bei der nun geernteten Gerste keine Seltenheit, da schon für Donnerstag wieder Regen prognostiziert wird. Die entstehenden Trocknungskosten schlagen durch Preise im einstelligen Bereich für die Dezitonne besonders ins Gewicht.
  • Böblingen
    In Zentrum Baden-Württembergs ist die Situation etwas entspannter, hier geht man noch von einer mittleren bis guten Ernte aus. Jedoch unterbricht auch hier der Regen immer wieder die Arbeiten der Mähdrescher, wenngleich zirka die Hälfte der Gerste vom Halm ist. In der Region sind zirka zwei Drittel Acker- und ein Drittel Grünland. Auf manchen Wiesen konnte das Heu durch das unbeständige Wetter der letzten Wochen nicht geborgen werden und ist jetzt nicht mehr zur Fütterung geeignet. 
  • Karlsruhe
    In der oberrheinischen Tiefebene sind zirka 80 Prozent der Wintergerste mit Erträgen leicht unter dem Vorjahr gedroschen. Mancherorts zwang der Regen der letzten zwei Wochen (zirka 150 mm) die Gerste allerdings ins Lager, so dass hier Landwirte auf heiße Tage warten. Zwischenzeitlich ist schon mit dem Drusch des Winterweizens begonnen worden. Der Winterraps ist mit teils sehr guten Erträgen eingebracht worden, hier haben die kühleren Temperaturen der letzten Wochen die Reifephase scheinbar noch verlängert. Probleme bereitet die Ernte von Durumweizen und Roggen, was sich auf die Qualitäten auswirken wird.
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