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Getreide

Ausgangssituation Wintergetreide

von , am
13.03.2010

In vielen Teilen Deutschlands konnte die Herbstbestellung unter vergleichsweise günstigen Bedingungen erfolgen. Lediglich Saatzeitpunkte der zweiten Oktoberwoche zeichneten sich durch eine schlechte Strukturstabilität auf.

© Syngenta

Besonders ausgeprägt war dies im Süden Deutschlands. Infolge des nasskalten Oktobers entwickelte sich das Wintergetreide sehr zögerlich.

Selbst der ausgesprochen warme November und das sehr späte Vegetationsende konnten dies nicht kompensieren. Bestände, welche im September gedrillt wurden, gingen mit einer durchschnittlichen, nicht üppigen Entwicklung in den Winter, Oktobersaaten erreichten lediglich das ein- bis vier-Blattstadium.

Bestände entwickelten sich zurück

Im schneereichen und vor allem noch andauernden Winter zeigten die Getreidebestände zu keinem Zeitpunkt Wachstum. Insbesondere dort, wo der Schnee stark verharscht war, entwickelten sich die Bestände zurück. Unter Luftabschluss verloren sie zum Teil alle Blätter.

Vegetationsbeginn kann sich um mehrere Woche nach hinten verschieben

Nachdem Ende Februar Tauwetter einsetzte, wirkte sich erneuter Frost zum Teil negativ auf die Bestände aus. Da das kühle Wetter noch einige Tage anhalten wird, kann sich der Vegetationsbeginn zum Teil um mehrere Wochen nach hinten schieben. Infolge des Luftabschlusses unter der verharschten Schneedecke entwickelte sich vor allem M. nivale (Schneeschimmel). Zudem wurden gefährdete Bestände im warmen/feuchten November durch Halmbruch infiziert. Andere Krankheiten konnten sich aufgrund der fehlenden Temperaturen nicht entwickeln. (pd)

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