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Getreide

Bayern: Höhere Weizenerträge als 2013

© Mühlhausen/landpixel
von , am
01.09.2014

Die Weizenernte ist in vielen Teilen Bayerns abgeschlossen. Die Erträge fielen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 10 Prozent höher aus. Das ergab eine Umfrage des Bayerischen Bauernverbands.

An der Matif landete der Weizen knapp unter der 180 Euro-Marke. © HB1111/aboutpixel.de
Eine Umfrage des Bayerischen Bauernverbands ergab, dass die Erträge im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 10 Prozent höher ausfielen. Während in Niederbayern das Ertragsplus fast 20 Prozent betrug, meldeten die Teilnehmer aus Mittel- und Unterfranken um 6 bzw. 9 Prozent niedrigere Erträge als im Vorjahr. Die Meldungen zur Ertragsveränderung reichen von minus 30 bis 100 Prozent, also doppelt so viel wie im Vorjahr.
 
Insgesamt gaben 36 Prozent der Teilnehmer an, dass der Ertrag im Durchschnitt bei über 100 dt/ha lag. Die Spanne der Hektarerträge reichte bei den Teilnehmern von 40 bis 127 dt. Der Durchschnitt bei der Umfrage lag bei 89 dt/ha.

Leicht höhere Wassergehalte

Interessant sei laut Verband der Vergleich der Ergebnisse der Qualitätsparameter mit denen der letztjährigen BBV-Umfrage. Der durchschnittliche Eiweißgehalt bei der Ernte 2014 lag der Umfrage zufolge bei 12,7 Prozent. Der Vorjahreswert betrug 12,8 Prozent. Der Durchschnitt bei der Fallzahl betrug 303 Sekunden. Die Vorjahrsumfrage ergab eine Fallzahl von 295. Der Vergleich der Wassergehalte verdeutlicht, dass die Weizenernte 2014 unter feuchteren Bedingungen stattfand. Betrug im Jahr 2013 der durchschnittliche Wassergehalt 13,6 %, waren es 2014 14,7 %.

Landwirte lagern ein

Bei der Vermarktung setzen die Teilnehmer, ähnlich wie beim Raps, auf die Einlagerung. Demnach werden 71 Prozent der Erntemengen eingelagert. 20 Prozent wurden ex Ernte verkauft und 10 % über Vorkontrakte vermarktet. Deutlich ist der Preisunterschied bei Vermarktung über Vorkontrakt (18,1 €/dt) zum ex Ernteverkauf (14,9 €/dt).
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