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Demonstrationsprojekt

Betriebe gesucht: Für Extensivgetreide in weiter Reihe mit Untersaat

Blühsaat-Weite-Reihe
am Montag, 10.02.2020 - 09:30 (1 Kommentar)

Eine Möglichkeit mehr Artenvielfalt auf den Acker zu bringen, ist der extensive Getreideanbau mit einer Untersaat, die auch noch blüht. Ein Projekt zur Wirtschaftlichkeit sucht dafür konventionelle Betriebsleiter.

Ziel des Projekts ist es, den Anbau von Winterweizen und Sommergerste in weiter Reihe mit blühender Untersaat zu erproben. Die Bestandsführung wird wissenschaftlich begleitet. Schwerpunkte sind die ökonomischen und ökologischen Folgen des Anbauverfahrens gegenüber üblicher Dichtsaat.

Das Ziel: Artenvielfalt und Ökonomie in Einklang bringen

Dabei werden pflanzenbauliche, ökologische und produktionstechnische Parameter untersucht. Das Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) beleuchtet die Effekte auf die Biodiversität. Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) befasst sich mit den Folgen für die Wirtschaftlichkeit.

Um das Vorhaben umsetzen zu können, werden ab sofort bundesweit 60 konventionelle Betriebsleiter gesucht. Sie sollen versuchsweise Sommergerste und/oder Winterweizen in weiter Reihe mit circa 30 cm Reihenabstand jeweils mit und ohne Untersaat anbauen.

Der Ausgleich: 400 Euro pro Hektar für den Ausfall

Für Teilnehmende gibt es eine Vergütung von 400 Euro/ha für den Mehraufwand und die Mindererträge. Das Saatgut für die Untersaat wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Projekt läuft vier Jahre bis 2023 und wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

Mit Material von KTBL Darmstadt, IFAB Mannheim
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