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Getreide

Braugerste: So lohnt sich auch die späte Saat

© agrar-press
von , am
09.04.2013

München - Eigentlich sollte die Braugerste schon längst im Boden sein. Doch auch eine späte Aussat kann sich lohnen - die Vermarktungsaussichten sind gut.

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Der 20. März gilt im Allgemeinen als optimaler Aussaatzeitpunkt für Braugerste in Deutschland. Dieser Termin ist dieses Jahr witterungsbedingt ungenutzt verstrichen.
 
Die Braugersten-Gemeinschaft weist jetzt darauf hin, dass auch ein späterer Saatzeitpunkt durchaus lohnen kann. Denn neben dem Aussaattermin hat die Folgewitterung entscheidenden Einfluss auf den schlussendlichen Ertrag.

Tipps für eine erfolgreiche späte Saat

Spitzenerträge seien zwar nicht mehr zu erwarten - allerdings hätten Auswertungen mit späterer Aussaat (2006 und 2008) gezeigt, dass sogar bei Saatzeitpunkten um den 20. April noch überdurchschnittliche Ertragsergebnisse erzielt wurden.
 
Bei einer späten Aussaat empfiehlt die Braugerstengemeinschaft, auf folgendes zu achten:
  • Keine Kompromisse bei der Saatbettbereitung
  • Saatstärken der fehlenden Bestockungszeit anpassen
  • Auflaufverluste durch eine sichere Beize verringern
  • N-Düngung auf Ertragsniveau einstellen
  • Ramulariaprophylaxe zur Qualitäts- und Ertragssicherung 

Gute Vermarktungsaussichten

Auch aus Vermarktungssicht ist die Entscheidung für das Getreide nach Ansicht der Braugersten-Gemeinschaft durchaus attraktiv: Die EU-Vorräte an Qualitätsbraugerste seien nicht gerade üppig, sodass der Anschluss an die eventuell verspätete neue Ernte äußerst knapp und die Braugerste ein gefragter Rohstoff wird. Bereits heute werde eine Braugerstenprämie von etwa 50 Euro je Tonne bezahlt. Bessern sich die Aussichten für gutes Saatwetter? Wie es bei Ihnen wird, können Sie hier sehen ...

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