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Getreide

Braugerste: Versorgung bleibt knapp

© agrar-press
von , am
11.01.2012

Zwei Faktoren bestimmten in den letzten Monaten den Braugerstenmarkt: Zum einen die Unsicherheit über die wirkliche Versorgungslage. Zum anderen die offensichtlichen Qualitätsprobleme.

Der Markt ist mit Braugerste gut versorgt. © landpixel
Die Marktentwicklung in Deutschland kann man für das zurückliegende Jahr getrost als extrem bezeichnen. Der außergewöhnliche Witterungsverlauf mit einem sehr trockenen Frühjahr und einem ziemlich verregneten Sommer führte regional zu beträchtlichen Ertrags- und vor allem Qualitätseinbußen. Gleichzeitig sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich Ertrag und Qualität so groß wie selten zuvor.

Produktion kann Bedarf nicht decken

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Nicht nur in Deutschland und Frankreich hat die extreme Witterung jedoch zu Problemen bei der Qualität der Braugerste geführt. Mit Dänemark hat der neben Frankreich und Großbritannien größte europäische Braugerstenexporteur ebenfalls erhebliche Schwierigkeiten mit der Qualität. Nachdem die Dänen ein Drittel ihrer Braugerste noch in sehr guten Zustand vom Feld geholt hatten, führte Niederschlag bei der nachfolgenden Ernte zu einem massiven Fusarienbefall.
 
Insgesamt reicht die europäische Produktion in diesem Jahr wohl nicht aus, um den vorhandenen Bedarf zu decken. Derzeit muss man von einem Defizit in der europäischen Versorgungsbilanz von 400.000 bis 500.000 Tonnen ausgehen.
 
Eine ausführliche Analyse zum deutschen und europäischen Braugerstenmarkt finden Sie in der aktuellen Ausgabe des dlz-agrarmagzin, Heft 2/2012

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