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Getreide

Braugerstenernte: Wenig Eiweiß, gute Sortierung

von , am
14.11.2013

München - Die Braugersten-Gemeinschaft hat ihren zweiten Erntebericht zur Qualität und zur Erntemenge der Sommergerste für die deutschen Anbaugebiete erstellt.

© agrar-press
Auf der Grundlage der Auswertungen repräsentativer Praxisstichproben in den deutschen Braugerstenfördervereinen, Landesanstalten für Landwirtschaft und Landwirtschafts- kammern, hat die Braugersten-Gemeinschaft ihren zweiten Erntebericht zur diesjährigen Braugerstenernte in Deutschland veröffentlicht.
 
Auf 350.000 Hektar Ackerfläche wurden im Erntejahr 2013 Sommergerste in Deutschland angebaut. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von 53,7 Dezitonnen je Hektar beträgt die Gesamterntemenge an Sommergerste knapp 1,9 Millionen Tonnen.
 
Der durchweg sehr niedrige Eiweißgehalt von Ø 10,1 Prozent, sowie die gute Sortierung mit 89,6 Prozent Vollgerstenanteil bedingen eine sehr hohe Selektionsrate für Qualitätsbraugerste aus der Gesamterntemenge.

Hervorragende äußere Qualität

Die Experten der Landesförderverbände rechnen mit einer Braugerstenablieferungsmenge von 1,25 Millionen Tonnen. Dies entspricht einer Selektionsrate der Gesamternte von etwa 66 Prozent. Auf Grund der fortschreitenden Züchtungserfolge bei neuen Braugerstensorten und der im Erntejahr 2013 sehr trockenen und heißen Abreife sind die eingelagerten Partien gesund und haben eine hervorragende äußere Qualität. Der niedrige Eiweißgehalt der Ernteware bedingt technologische Anpassungen bei der Verarbeitung in Mälzerei und Brauerei.

Gute Verarbeitungseigenschaften

Die Ernte zeichnet sich durch einen überdurchschnittlich hohen Extraktgehalt und gute Verarbeitungseigenschaften aus. In vielen Regionen Deutschlands hat sich Braugerste als Marktfrucht bei entsprechenden vorvertraglichen Preisabsicherungen in der Landwirtschaft gelohnt. Die vom Berliner Programm der Braugersten-Gemeinschaft zur Verarbeitung empfohlenen Sorten Grace, Propino, Quench und Marthe dominieren den Markt.
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