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Getreide

Copa und Cogeca verlangen Hilfe für den Getreidesektor

von , am
14.12.2009

Die Dachorganisationen der EU-Bauern und deren Genossenschaften (Copa/Cogeca) warnen vor einem drastischen Preiszerfall auf den EU-Getreidemärkten und verlangen von der Kommission Maßnahmen, um die zunehmende Volatilität abzufedern.

© agrarfoto

Der Getreidesektor leide unter der Wirtschaftskrise, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe "Getreide", Paul Temple.

Dies spiegle sich vor allem in einer massiv kleineren Nachfrage nieder. Im Zeitraum von Januar 2008 bis November 2009 sei beispielsweise der Weizenpreis um 54 Prozent gesunken. Gleichzeitig seien die Produktionskosten gestiegen und der Zugang zu Krediten schwieriger geworden. Copa/Cogeca erwartet unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang der Getreideproduktion im kommenden Jahr.

Prognosen gehen von einer Verringerung der Getreidefläche um fünf Prozent aus. Die beiden Organisationen warnen, dass die rückläufige Produktion zu massiv höheren Konsumpreisen für Brot- und Futtergetreide führen könnte. Temple gab zu bedenken, dass die massive Preisvolatilität eines der größten Probleme für die Getreide- wie für die Tierhaltungsbetriebe darstellt. Global sei die Lagermenge an Weizen immer noch auf einem tiefen Niveau.

Gleichzeitig gehe die FAO von einem doppelt so hohen Bedarf bis 2050 aus. Daher müsse die EU in Produktionsanlagen, Forschung und Entwicklung sowie in Leute investieren, um eine EU-weite Getreideproduktion auch in Zukunft zu gewährleisten. (lid)

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