Login
Getreide

Deutschland exportiert immer mehr Weizen in Drittländer

von , am
20.03.2015

Derzeit ist Deutschland einer der wichtigsten EU-Exporteure für Qualitäts-Weizen in Drittländer. Das zeigt sich auch an den momentanen Engpässen an deutschen Seehäfen.

Derzeit ist Deutschland einer der wichtigsten EU-Exporteure für Qualitäts-Weizen in Drittländer. © BVA
In vielen Teilen Europas und insbesondere in Frankreich zeichnete sich die Weizenernte jedoch durch schwache Proteingehalte und Fallzahlprobleme aus. "Letzteres galt für uns nur eingeschränkt, sodass Deutschland seine Position als bedeutender Weizenexporteur festigen konnte", erklärt der Präsident des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA ). Die Verladekapazitäten der Seehäfen Rostock und Hamburg sind derzeit voll ausgelastet. In Folge des knappen Schiffsraums rechnet Präsident Weiterer für den Weizenexport, auch im Hinblick auf die kommende Ernte, deshalb mit logistischen Engpässen.

Getreideernte 2015

Nach ersten Schätzungen haben die Getreide-Anbauflächen in der EU für 2015 um 2 Prozent zugenommen. Davon entfällt auf den Anbau von Gerste ein Flächenplus von 3,8 %, bei Weizen sind es ca. 2,8 %, während bei Roggen ein Minus von 1,7 % zu verzeichnen ist. Bei der Anbaufläche für Raps liegt der Rückgang in Deutschland bei insgesamt 5,9 %, wobei in Niedersachsen die Anbaufläche um 11,1 % geschrumpft ist. EU-weit ist die Fläche beim Rapsanbau um 2 % zurückgegangen. 
 
Im Hinblick auf die Qualität der kommenden Weizenernte und auch hier üppigen Feldbestände, ist es entscheidend, dass das Getreide jetzt kurz gespritzt und auf die Qualität der Feldstände geachtet wird. "Die Startbedingungen für die kommende Ernte sind gut, allerdings können die Wettermärkte den positiven Erwartungen noch ein Strich durch die Rechnung machen", erklärt Weiterer. Im Bereich Futterweizen lassen die Prognosen für die EU auf höhere Bestände schließen.
Auch interessant