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Digital farming

Digitalisierung im Ackerbau: Das bringen Feldmanager und App Skyfld

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am Dienstag, 01.11.2022 - 06:30 (Jetzt kommentieren)

Hilfen zur teilflächengenauen Präzisionslandwirtschaft auf dem Acker bieten etliche Unternehmen. Wir sagen, was die digitale Lösung Skyfld samt App von Helm verspricht.

Online-Plattformen für teilflächengenauen Ackerbau helfen, Felddaten zu verwalten, Betriebsmittel zu sparen und höhere Erträge zu erzielen. Meist lassen sich mobile Apps nutzen.

Die Interaktionen zwischen den Webversionen und der dazugehörigen App macht das Managementsystem einfacher. Die Systeme organisieren den digitalen Informationsfluss im Betrieb, erhöhen die Transparenz und unterstützten die Entscheidungsfindung beim Anbau.

An wen richtet sich der Feldmanager und die mobile App?

Beispiel Skyfld: Das Unternehmen Helm AG entwickelte Skyfld. Mit der mobilen App richtet sich Helm an Anbauer und Fachberater. Sie soll als „kollaboratives Datenzentrum“ alle agronomischen Informationen miteinander verbinden, sagt Stephan Poppe-Kirchmann, Direktor für Digitales bei der Helm AG in Hamburg, nach eigenen Angaben eines der größten Chemieunternehmen der Welt mit rund 6 Mrd. Euro Umsatz.

Handelspartner ist der Agrarhändler BAT Agrar, Technologiepartner unter anderem Helm-Software, Ladenburg, mit Ackerschlagkarteien wie Ackerchef, MultiPlant oder MyFarm24.

Wobei helfen digitale Lösungen im Ackerbau?

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Eigene Beobachtungen im Feld lassen sich in Aufgaben verwandeln, um sie Mitarbeitern von jedem Ort eines Betriebs zuzuweisen. Das vereinfacht die Bewirtschaftung der Schläge.

Das Teilen von Notizen in der App verbessert die Zusammenarbeit aller Beschäftigten und Berater. Das kanalisiert, bündelt und speichert alle relevanten Informationen für das Hofteam. Technologiepartner bei Skyfld sind der

  • Bodensensor CropX,
  • Pflanzen-Doktor Plantix.

Was steckt hinter dem Feldmanager Skyfld?

Skyfld wurde 2020 zunächst als Managementsystem für den Pflanzenschutz entwickelt. Es hilft dabei, die Erträge mit teilflächengenauer, zonenspezifischer Bewirtschaftung der Äcker zu optimieren. Das soll mögliche Umweltbelastungen senken.

Die Webversion 2.0, Anfang 2021 eingeführt, wurde seitdem weiterentwickelt. Die mobile App 3.0 fokussiert auf feldzentrierte Konnektivität und Datentausch. Sie ist für Nutzer in Europa und Südamerika verfügbar.

Die App läuft auf Android- und iOS-Systemen. Der Download ist kostenlos und das erste Jahr ist kostenfrei. Was die Skyfld-Nutzung danach kostet, darüber machte das Unternehmen keine Angaben. Es macht auch keine Angaben, in welchem Umfang es Daten zur Betriebsführung der Betriebe auswertet und nutzt.

Was kann die Online-Plattform bisher?

Das Hilfsmittel bietet raffinierte Funktionen, um Arbeitsprozesse zu erleichtern, etwa

  • den Zugriff auf satellitengestützte Biomassekarten mit Übersicht des Pflanzenbestands, Auswerten von Wachstum und Pflanzengesundheit,
  • das Erstellen von Dünge- und Aussaatkarten, Anpassen der Saatdichte durch Analyse der Vitalitätszonen, basierend auf Daten von Biomasse-, Ertrags- und Bodenkarten,
  • das Planen des Stickstoffbedarfs samt N-Ausgleich samt Strategien für schlag- und kulturspezifische Düngung, um die Effizienz des Düngeeinsatz zu maximieren,
  • den variablen Einsatz von Wachstumsreglern, etwa in Getreide, weiter
  • die Historie der Felder je nach Saison mit bisherigen Erträgen und Anbau,
  • Wetter-Tool mit 48-Stunden- und 7-Tage-Vorschau, samt historische Wetterdaten.

Diese Landtechnik kann's mit der Skyfld-App

Mit der Skyfld-App kompatible Maschinen kommen bisher von folgenden Unternehmen:

  • Fendt,
  • Claas,
  • Deutz-Fahr,
  • Valtra,
  • Amazone,
  • Stara.

Welche Vorteile bieten Feldmanager und App?

Folgende Funktionen liefert auch das Skyfld-Managementsystem samt App, um Betriebskosten zu senken:

  • Monitoring: Erkennen der Feldzonen, der Pflanzenvitalität, des Bedarfs in 5x5-m-Auflösung,
  • Saatkarten: Vorteile durch optimale Zonen, Saatgutersparnis, homogene Bestände, Ertrags- und Qualitätsverbesserung,
  • Düngekarten: Stickstoff (N)-Bilanz verbessern, Überdüngung vermeiden, Druschleistung verbessern, Betriebsmittel effektiver einsetzen,
  • Wachstumsregler: passende Wachstumsstadien bestimmen, homogene Bestände erhalten, Ernteeffizienz steigern, Pflanzenschutzmittel einsparen.
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