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Nischenkultur

Dinkel im Vertragsanbau: ein gutes Geschäft

Tim Stadlers Ackerbaubetrieb liegt bei Hildesheim, keine typische Dinkelregion. Trotzdem rentiert sich für ihn die Nischenkultur.

am Samstag, 17.10.2020 - 06:03

Seit fünf Jahren bauen Tim Stadler und sein Vater Thomas in Alfeld bei Hildesheim Dinkel an. Gemeinsam mit einem lokalen Vermarkter und einer Mühle setzen sie gezielt auf die Marke "Norddeutscher Dinkel". Damit bedienen sie den Trend zum Urkorn.

Im Betrieb ersetzt Dinkel teilweise den Weizen in der Fruchtfolge. Spelzweizen ist robuster und erschließt über intensivere Wurzeln auch den Stickstoff effizienter als Weizen. Die Saatgutkosten sind mit 200 Euro/ha relativ hoch, daher führen die Stadlers ihren Dinkel auch bewusst nicht als Extensivkultur.

Im hügeligen Leinebergland ist der Pflugverzicht das A und O, um Erosion von den Hängen zu vermeiden. Für Tim Stadler gehört zu Minimalbodenbearbeitung auch Glyphosat als Werkzeug für Spezialfälle. "Wird der Wirkstoff verboten, sehe ich hier im Dorf wie früher den Schlamm von den Feldern liegen."