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Getreide

DRV: Ernteprognose für Getreide nahezu unverändert

© Stefan Hiller/aboutpixel
von , am
13.07.2013

Berlin - Der Deutsche Raiffeisenverband hält an seinen positiven Prognosen fest und korrigiert die Getreideernte leicht nach oben. Nur beim Mais wird ein Rückgang von 17 Prozent erwartet.

Auch in Paris gaben die Weizennotierungen erst einmal wieder nach. © landpixel
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat seine Schätzung zur Getreide- und Rapsernte 2013 gegenüber dem Vormonat nochmals leicht erhöht. Die Witterungsbedingungen in den vergangenen Wochen haben bei einer bundesweiten Betrachtung die Ertragsbildung bei Getreide und Raps begünstigt und die bisherige Schätzung des DRV bestätigt.

Leichte Korrektur der Getreideernte

Die vom DRV nunmehr erwartete Erntemenge von knapp 46,3 Millionen Tonnen (Mio. t) Getreide liegt nur minimal über dem Ergebnis des Vormonats in Höhe von gut 46,2 Mio. t. Die Getreideernte in diesem Jahr würde somit das Ergebnis des Vorjahres von 45,2 Mio. t um knapp 2,5 Prozent übertreffen und auch spürbar über dem fünfjährigen Mittel von gut 45 Mio. t liegen. Die Winterweizenernte wird gegenwärtig auf 23,8 Mio. t geschätzt (+ 11,2 Prozent zum Vorjahr), bei Wintergerste wird eine Erntemenge von 8,2 Mio. t erwartet (+ 16,4 Prozent zum Vorjahr). Die Roggenernte wird mit 4,4 Mio. t deutlich höher als im Vorjahr prognostiziert (+ 14 Prozent), während beim Körnermais mit 4,6 Mio. t ein Rückgang der Erntemenge um gut 17 Prozent erwartet wird.
Aufgrund des langanhaltenden Winters und des teilweise sehr kühlen Frühjahrs hat die Gerstenernte erst jetzt und damit zehn bis 14 Tage später als im langjährigen Mittel begonnen. Bei anderen wichtigen Kulturen wie Raps und Weizen rechnet der Verband mit einem ebenfalls verspäteten Erntebeginn in gleichem Umfang. Mit den ersten Weizenpartien dürfte somit nach jetzigem Stand nicht vor Anfang August zu rechnen sein.

Raps wird nach oben angepasst

Die Ernteerwartungen für den Winterraps wurden im Vergleich zum Vormonat ebenfalls nach oben angepasst. Hier geht der DRV bei einem bundesweiten Durchschnittsertrag von 3,89 Tonnen pro Hektar (t/ha) von einer Gesamternte in Höhe von 5,58 Mio. t aus. Dies wären knapp 0,8 Mio. t oder rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr, in dem allerdings mit gut 4,8 Mio. t eine unterdurchschnittliche Ernte eingefahren wurde.
Die gegenwärtige Preisentwicklung an den Getreide- und Ölsaatenmärkten ist von guten Ernteerwartungen in allen wichtigen Anbauregionen der Welt gekennzeichnet. Die EU-Kommission rechnet für Europa sogar mit einer Rekordgetreideernte von gut 298 Mio. t (2012: 276,4 Mio. t). Die Exportfähigkeit und damit auch die Preisentwicklung für europäisches Getreide wird maßgeblich von dem Wechselkurs Euro zu Dollar und den Qualitäten abhängen. Die Raiffeisen-Genossenschaften hoffen daher auf gutes Erntewetter.

Erntestart 2013: Durchschnittlich soll's werden

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