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Getreide

DRV erwartet knapp durchschnittliche Getreideernte

von , am
14.03.2013

Die erste Ernteschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes liegt vor. Mit etwa 45,2 Millionen Tonnen rechnet der Verband mit einer knapp durchschnittlichen Getreideernte.

© Burkhardt Trautsch/aboutpixel.de
Der Deutsche Raiffeisenverband e.V. (DRV) erwartet in diesem Jahr eine knapp durchschnittliche Getreideernte von etwa 45,2 Millionen Tonnen (Mio. t). Diese erste Schätzung des Verbandes stützt sich auf die veröffentlichten Aussaatflächen für Wintergetreide im Herbst 2012 und eigene Erhebungen zur Frühjahrsaussaat 2013 sowie den Erträgen.




23,3 Millionen Tonnen Weizen

Die Weizenernte wird derzeit auf 23,3 Mio. t geschätzt. Im Vorjahr wurden lediglich 21,4 Mio. t geerntet. Das war in erster Linie auf die aufgrund von Auswinterungsschäden deutlich reduzierte Anbaufläche zurückzuführen.
Bei Roggen wird nach einer deutlichen Ausweitung der Anbauflächen um rund zehn Prozent mit einer Erntemenge von knapp 4,2 Mio. t nach 3,9 Mio. t im Vorjahr gerechnet. Bei Wintergerste erwartet der DRV einen deutlichen Produktionsanstieg von zwölf Prozent auf 7,9 Mio. t.

Anbaufläche für Raps deutlich ausgedehnt

Trotz des erfreulich hohen Preisniveaus geht der DRV insgesamt von nur leicht gestiegenen Anbauflächen beim Getreide aus. Hintergrund für diesen moderaten Anstieg ist in erster Linie die im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgedehnte Anbaufläche für Winterraps. Durch die guten Aussaatbedingungen und ein attraktives Preisniveau im vergangenen Jahr ist ein Zuwachs von rund 130.000 Hektar zu verzeichnen. Die Winterrapsernte wird daher mit rund 5,4 Mio. t deutlich höher als im Vorjahr eingeschätzt. Das Vorjahresergebnis von 4,8 Mio. t wird damit um rund zwölf Prozent übertroffen.

Bisher keine Auswinterungsschäden

Insgesamt sind bei den Winterkulturen derzeit keine nennenswerten Auswinterungsschäden festzustellen. Auch die erneuten Minusgrade in den vergangenen Tagen haben nach Einschätzung des DRV bislang zu keinen Schäden geführt. Es wird lediglich mit einer Verzögerung des Aussaatbeginns für die Sommergetreidearten von voraussichtlich ein- bis eineinhalb Wochen gerechnet. Insgesamt erwartet der DRV aufgrund der Saatgutverkäufe eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierte Anbaufläche, die teilweise sogar spürbar unter den Fünfjahresdurchschnitt liegen dürfte. So wird für Sommergerste nur noch mit 387.000 Hektar nach 588.000 Hektar im Vorjahr gerechnet.

Nachgefragt: Das ukrainische Getreidejahr 2013

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