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Prognose

DRV korrigiert deutsche Getreideernte nach oben

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© agrarfoto.com
von , am
16.06.2017

Die Prognosen für die deutsche Getreide- und Rapsernte 2017 haben sich im Juni verbessert. Grund sind die nach oben korrigierten Ertragserwartungen.

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© Olaf Zinke

Die stärksten Korrekturen hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) im Vergleich zur vorigen Schätzung bei Raps, Körnermais und bei Weizen vorgenommen. Trotz der Korrektur verfehlt die neue Getreideernte mit mit 45,8 Mio. t den Fünf-Jahres-Durchschnitt von 47,8 Mio. t noch relativ deutlich.

Das schwache Vorjahresergebnis von 45,2 Mio. t wird um etwa 1 % bzw. 0,4 Mio. t übertroffen. Im vorigen Monat hatte der DRV die deutsche Getreideernte auf 45,4 Mio. t geschätzt und damit 0,4 Mio. t kleiner. 

Weizenernte etwas nach oben korrigiert

Die deutsche Weizenernte 2017 ist nach der Prognose des DRV mit etwa 25,2 Mio. t rund 3,0 % bzw. 0,7 Mio. t größer als die Weizenernte aus dem Jahr 2016 von 24,5 Mio. t. Dabei basiert der Produktionsanstieg auf einer 2,1 % höheren Ertragserwartung (78,5 dt) als die Erträge der letzten Ernte (76,9 dt/ha). Gleichzeitig ist die Weizenfläche mit 3,212 Mio. ha geringfügig größer wie Weizenfläche des Jahres 2016 mit 3,202 Mio. ha.

Roggenernte bei knapp 3,0 Mio. t

Bei Roggen ist die Anbaufläche 2017 mit 0,538 Mio. ha um 5,7 % kleiner als 2016 (0,571 Mio. ha). Gleichzeitig werden die Durchschnitterträge mit 55,5 dt/ha etwas ähnlich hoch wie im zum Vorjahr mit 556 dt/ha erwartet.

Die Produktion geht deshalb um 5,8 % auf 2,99 Mio. t zurück und ist damit 0,18 Mio. t kleiner als im vorigen Jahr (3,19 Mio. t).

Im vorigen Monat hatte der DRV die Roggenernte noch auf 2,96 Mio. t geschätzt und damit wegen der etwas niedrigeren Erträge von 55,1 dt/ha etwas kleiner. 

Rapsernte wird etwas größer geschätzt

Eine Anbaufläche von 1,307 Mio. ha meldet der DRV für die Ernte 2017 beim Raps. Im vorigen Jahr lag die Anbaufläche bei 1,333 Mio. ha und war damit 15.000 ha größer. Gleichzeitig werden die Durchschnittserträge bei 36,6 dt/ha erwartet und damit 5,9 % höher als die sehr schwachen Erträge aus dem Jahr 2016 von 34,6 dt/ha.

Im Ergebnis soll die deutsche Rapsernte 2017 mit 4,79 Mio. t etwa 4,7 % größer sein als die schwache Ernte aus dem Vorjahr von 4,57 Mio. t. Im vorigen Monat hatte der DRV die  Rapsernte noch auf 4,68 Mio. t geschätzt und 0,11 Mio. t kleiner.

 

Mit Material von Deutscher Raiffeisenverband

Mähdrescher: Schneidwerk und Schrägförderer fit für die Ernte machen

New Holland CX 8080 Mähdrescher mit abgebautem Schrägförderer
Vor dem Rausfahren lieber mal reinschauen - eine sorgfältige Durchsicht des kompletten Mähdreschers vor der Ernte spart Ärger und Geld. Ein bis zwei Arbeitstage sollten Sie dafür einplanen. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Verbogene Zähne am Scheidwerk eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Schiefe Zähne sind auch beim Mähdrescher kein schöner Anblick. Dieser Zahn muss raus und ein neuer dran. Andernfalls kann er die Messer und – je nachdem, wie weit er in den Mähdrescher gelangt – Einzugsschnecke, Schrägförderer, Dreschkorb und Siebe beschädigen. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Aehrenheber am Schneidwerk eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Für Lagergetreide sollten an jedem vierten Zahn Ährenheber montiert sein. Hier kommt es auf den Verschleiß an: Der vordere Ährenheber ist schon abgeschliffen und muss ersetzt werden, bevor er sich löst und den Mähdrescher oder nachfolgende Maschinen beschädigt. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Messer am Schneidwerk eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Etwas Rost, der über den Winter ansetzt, ist bei den Messern kein Problem. Wichtig ist die Schärfe, die für einen leichtgängigen Schnitt sorgt. Je stumpfer die Messer, desto mehr Antriebsleistung ist nötig. Die Niederhalter müssen die Messerleiste führen, dürfen sie aber nicht bremsen. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Haspelzinken am Schneidwerk eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Verbogene Zinken sind unbedingt auszutauschen, damit die Haspel ordentlich arbeitet. Dieser Zinken ist nicht nur wirkungslos, sondern könnte abbrechen und nachfolgende Baugruppen oder Maschinen beschädigen. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Multifinger am Schneidwerk eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Die Multifinger sollten vollzählig und gerade sein. Sie müssen genug Spiel haben, um leichtgängig ein- und auszufahren. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Verschleißleiste am Schneidwerk eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Im Idealfall ist zwischen den Spiralen der Schnecke und den Absteiferblechen 3 bis 7 mm Spiel. Reichen die Langlöcher dafür nicht aus, müssen neue Leisten dran. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Kettenspanner des Schrägförderers eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Reicht die Spannfeder nicht mehr aus, um die Kette zu straffen, kann ein Glied herausgenommen werden. Unbedingt beachten: Die Kette darf nicht auf den Walzen eingelaufen sein. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Verschleißleisten am Schrägförderer eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Damit sie nicht den Boden des Schrägförderers durchschleifen, liegen die Förderleisten im Betrieb auf Verschleißleisten. Sind diese zu stark abgeschliffen, müssen neue drauf. Am Beispielmähdrescher halten sie noch. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
Antriebswelle des Schrägförderers eines New Holland CX 8080 Mähdreschers
Hat die Kette zu viel Spiel, kann sie aus dem Ritzel springen. Achten Sie auch auf die Blechverkleidungen: Sie sollten nicht beschädigt sein und fest sitzen, damit sich kein Material anlegen und den Einzug stören kann. Auch an Dreschkorb, Schüttlern, Sieben & Co. ist einiges zu checken - in Teil 2 des Mähdrescher-Checks. © Andreas Holzhammer/dlz agrarmagazin
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