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Getreide

DRV korrigiert Ernteschätzung nach unten

© agrar-press
von , am
18.04.2013

Berlin - Zwei bis vier Wochen liegen die Ackerkulturen hinter dem üblichen Entwicklungsstand zurück. Der Raiffeisenverband senkt deswegen seine Ernteprognose für Getreide von 45,1 auf 44,4 Millionen Tonnen.

© Mühlhausen/landpixel
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet eine Ernte von 44, 4 Millionen Tonnen Getreide und etwa 5,2 Millionen Tonnen Raps.
 
Die Getreide- und Winterrapsbestände in Deutschland haben den erneuten Wintereinbruch im März überwiegend ohne nennenswerte Schäden überstanden. Lediglich in einigen Regionen ist es vereinzelt zu spürbaren Auswinterungsschäden gekommen. Dies betrifft insbesondere spät gesäte Weizenbestände.

Kulturen liegen zwei bis vier Wochen zurück

Darüber hinaus weisen die Kulturen einen Entwicklungsrückstand von - je nach Region - zwei bis vier Wochen auf, der wohl nur teilweise wieder aufgeholt werden kann. Vor diesem Hintergrund passt der DRV seine Ernteschätzung im Vergleich zum Vormonat an und geht nunmehr von einer nur unterdurchschnittlichen Getreideernte in Höhe von 44,4 Millionen Tonnen aus. In seiner ersten Schätzung des Jahres 2013 erwartete der DRV noch eine Getreideernte von 45,1 Millionen Tonnen.

Getreideernte von 44, 4 Mio. t ist möglich

Die Winterweizenernte wird derzeit auf knapp 23 Millionen Tonnen nach 21,4 Millionen Tonnen im Vorjahr geschätzt.
 
Bei Roggen wird nach einer deutlichen Ausweitung der Anbauflächen um rund zehn Prozent mit einer Erntemenge von knapp 4,1 Millionen Tonnen nach 3,9 Millionen Tonnen im Vorjahr gerechnet.
 
Bei der Wintergerste erwartet der DRV einen Produktionsanstieg von gut zehn Prozent auf 7,8 Millionen Tonnen.
 
Beim Winterraps geht der Verband derzeit von einer Ernte in Höhe von knapp 5,2 Millionen Tonnen aus. Im Vormonat erwartete der DRV hier gut 5,3 Millionen Tonnen.

Anbaufläche für Sommergerste schrumpft

Die verzögerte Aussaat wird nach Einschätzung des DRV die Anbaufläche von Sommergerste weiter reduzieren. So rechnet der Verband derzeit nur noch mit einer Aussaatfläche von 376.500 Hektar. Damit werden der Vorjahreswert von 587.700 Hektar sowie der Fünfjahresdurchschnitt erheblich unterschritten.
 
Die Raiffeisen-Genossenschaften hoffen nun auf konstante Frühjahrstemperaturen mit ausreichenden Niederschlägen, damit die Ackerkulturen den Wachstumsrückstand zumindest teilweise wieder aufholen und das vorhandene Ertragspotential voll entfalten können. Die nächste Ernteschätzung veröffentlicht der Raiffeisenverband Mitte Mai.

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