Login
Getreide

DTR: Kleiner Fleck mit großer Wirkung

von , am
09.05.2012

Ein kleiner Fleck am Blatt kann große Auswirkungen auf den Ertrag haben. Derzeit ist die DTR-Gefahr groß. Weizenbestände mit vielen Ernterückständen am Boden sind besonders betroffen.

 
In einigen Beständen ist nach den letzten Niederschlägen häufig DTR/HTR (Drechsleratritici-repentis) aufgetreten. Besonders betroffen sind Weizenbestände, in denen viele Ernterückstände mit schwarzen Sporenlagern auf dem Boden liegen (Mulchsaat). Auch die Anfälligkeit der einzelnen Weizensorten gegen DTR wird sichtbar. Die Bestände ohne eine ausreichende Fungizidwirkung sollten schnellstmöglich auf DTR-Blattflecken kontrolliert werden.

DTR besiedelt Pflanzen in kürzester Zeit

DTR hat eine sehr kurze Inkubationszeit und kann bei günstigen Witterungsbedingungen die gesamte Pflanze innerhalb kurzer Zeit besiedeln. Die Symptome sind etwa drei bis fünf Tage nach der Inokulation zu erkennen. Warme und feuchte Witterung fördert die Anfangsinfektion. Besonders Temperaturen um die 20 °C wirken befallsfördernd.
Infektionen mit DTR können mit Epoxiconazol oder mit Propiconazol gestoppt werden. Das Epoxiconazol hat eine langsamere Anfangswirkung. Außerdem haben einige Strobilurine, Prochloraz und das Prothioconazol eine vorbeugende Wirkung. Die Strobilurine, beispielsweise Azoxystrobin, Pyraclostrobin und Picoxystrobin, schützen auch den Neuzuwachs. Eine Kombination aus kurativer und präventiver Wirkung ist zu empfehlen.

Auch interessant