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Getreide

Düngermaßnahmen im Getreide

von , am
13.03.2010

Das Getreide präsentiert sich in diesem Frühjahr nicht üppig. Insbesondere nach Aussaatterminen ab der zweiten Oktoberwoche sind die Bestände vergleichsweise schwach.

© Mühlhausen/landpix.de

Da sich der Vegetationsbeginn weiter nach hinten schiebt, kann die Bestandesdichte vor allem in den späten Beständen zum begrenzenden Faktor werden.

Da Pflanzen im zwei- bis drei-Blattstadium fast ausschließlich Nährstoffe über den Massenfluss aufnehmen, können schwache Bestände nur mit hohen Stickstoffkonzentrationen in der Bodenlösung angetrieben werden.

 

Cytokinine fördern Blatt- und Wurzelbildung

Die Blatt- und Wurzelbildung wird durch Cytokinine gefördert. Die Cytokininsynthese wird vor allem über Nitrataufnahme induziert. Aus diesem Grund müssen schwache Bestände möglichst bald mit Nitratstickstoff angedüngt werden. Die Menge orientiert sich am Wassergehalt des Bodens. Je mehr Wasser im Wurzelhorizont vorhanden ist, umso mehr Nitrat muss gedüngt werden. Die Stimulation der Cytokinine erfolgt bei einer Nitratkonzentration von 100 ppm im Bodenwasser am besten.

Förderung auf leichten Böden einfacher

Ein guter Lössboden beziehungsweise eine Schwarzerde haben bei 100 Prozent nFK etwa 25 Liter Wasser. Ein Sandboden hat hingegen bei 100 Prozent Wassersättigung lediglich sechs Liter. Die Förderung der Cytokinine geht auf leichten Böden somit einfacher von statten.

Nitratstickstoff nicht immer notwendig

Septembersaaten mit einer guten Entwicklung benötigen nicht immer Nitratstickstoff. Hier muss lediglich mit einer entsprechenden Stickstoffdüngung die Anlage der Ertragsorgane abgesichert werden. Aufgrund des späten Vegetationsbeginns schieben sich insbesondere bei der Gerste die 1 und 2 Düngermaßnahme zusammen. Vor allem in späteren Regionen müssen diese zusammengefasst werden. Aufgrund der vergleichsweise feuchten Bedingungen ist der Smin-Gehalt unter vielen Böden sehr gering. Eine Schwefeldüngung in der Bestockung ist somit unabdingbar. (pd)

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