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Düngung

Düngeverordnung: Einsatz von Blattdünger und Beizen

Blattdüngung
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Anne Ehnts, agrarheute
am
18.10.2018

Die Sperrfrist für stickstoffhaltige Dünger hat nach der Ernte der Hauptkultur begonnen und dauert bis einschließlich 31. Januar. Nur in Ausnahmen darf im Herbst jetzt noch Stickstoff gedüngt werden. Wie sieht es mit nährstoffhaltigen Blattdüngern und Beizen aus?

Laut Düngeverordnung (DüV) gelten für Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Nährstoffen folgende Sperrzeiten:

Am 1. Oktober musste die Düngung auf Ackerland zu Zwischenfrüchten, Winterraps, Feldfutter bei Aussaat bis 15.9., Wintergerste nach Getreide bei Aussaat bis 1.10. abgeschlossen sein.

Am 1. November beginnt die Sperrfrist für mehrjährigen Feldfutterbau auf Grünland, Dauergrünland und auf Ackerland (bei Aussaat bis 15. Mai). Sie dauert bis einschließlich 31. Januar.

Am 15. Dezember beginnt das Ausbringverbot für Festmist von Pferden oder anderen Huf- und Klauentieren oder Kompost. Es gilt bis einschließlich 15. Januar.

Der Nährstoffgehalt ist entscheidend

Ein wesentlicher Gehalt an Nährstoffen liegt dann vor, wenn mehr als 1,5 % Gesamtstickstoff oder 0,5 % Phosphat in der Trockenmasse (TM) enthalten sind.

Die Düngebehörde der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen erklärt es etwas genauer:

Ein "wesentlicher Gehalt" kann beispielsweise bei Spurennährstoffdüngemitteln vorliegen, die als Beize oder Blattdünger verwendet werden. Dann wäre nach den Vorgaben der Düngeverordnung ein Einsatz während der Sperrzeit nicht zulässig.

Damit es Winterraps und Wintergetreide nicht an Spurennährstoffen mangelt, gilt eine abweichende Regelung. Sie erlaubt den Einsatz solcher stickstoffhaltigen Spurennährstoffdünger im Rahmen der Saatgutbeizung beziehungsweise Blattdüngung während der Sperrzeiten. Diese Option ist in der sogenannten "Musterverwaltungsvorschrift" enthalten und kann damit in allen Bundesländern angewendet werden.

Diese Saatgutbeizen und Blattdünger sind erlaubt

Voraussetzung dafür ist, dass der Stickstoff nicht aktiv appliziert wird beziehungsweise nicht als eigene Verbindungsform vorliegt (wie bei der Zugabe von Aminosäuren oder N-Düngemitteln), sondern „passiv“ in den Spurennährstoffverbindungen enthalten ist. Beispiele dafür sind Mangannitrat, Borethanolamin beziehungsweise alle chelatisierten Mikronährstoffe. In diesen Produkten ist der Stickstoff „unvermeidbarer“ Bestandteil eines Anwendungs-/Formulierungshilfsmittels.

Solche Spurennährstoffdünger werden bei der Saatgutbeizung beziehungsweise Blattdüngung in der Regel nur in sehr geringen Mengen eingesetzt. Draus ergibt sich laut Düngebörde der LWK eine Stickstoffzufuhr von 20 bis 300 g/ha, die im Vergleich zur N-Aufnahme der Winterungen marginal sei.

Mit Material von Düngebehörde der LWK Niedersachsen

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