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Nordrhein-Westfalen

Düngeverordnung: NRW will Nährstoffbilanzen zentral erfassen

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Karl Bockholt, agrarheute
am
02.11.2018

Ab Anfang 2019 soll sie gelten: In NRW geht die neue Landesdüngeverordnung in die Verbändeanhörung. Ihre Nährstoffbilanzen werden künftig wohl amtlich zentral erfasst.

Die Landesdüngeverordnung ergänzt die 2017 bundesweit in Kraft getretene novellierte Düngeverordnung. Künftig sollen die Behörden die jährlich geforderten Nährstoffbilanzen zentral erfassen. Ziel ist es, dass die Landesverordnung Anfang nächsten Jahres in Kraft tritt.

Der Entwurf der neuen Landesdüngeverordnung ist zur Stellungnahme an die Landwirtschafts- und Umweltverbände versandt. Er wurde Ende Oktober vom Landeskabinett verabschiedet.

Besondere Pflichten in Roten Gebieten

Damit gelten für Rote Gebiete, in denen das Grundwasser durch Nitrateinträge belastet ist, zusätzliche Anforderungen. Dazu gehören etliche Pflichten, etwa die Nährstoffgehalte der eigenen Gülle oder von Gärresten oder Mist exakt zu analysieren. Oder eine längere Sperrfrist für Grünland. Oder die Pflicht zum schnelleren Einarbeiten von Wirtschaftsdüngern.

"Die neuen Regeln stellen die Betriebe vor zusätzliche Herausforderungen. Sie sind aber nötig, um die nach wie vor in einigen Regionen zu hohe Düngebelastung weiter zu minimieren", sagt NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Neben dem Ordnungsrecht setzt sie vor allem auf effektive Beratung zum Wasserschutz. Und auf Kooperationen zwischen Land- und Wasserwirtschaft über die schon bestehenden Vereinbarungen in Trinkwasserschutzgebieten hinaus.

Das Ziel: Nährstoffkreisläufe schließen

Moderne Ausbringtechnik, etwa gezieltes Einarbeiten der Gülle in den Boden, senkt den Verlust von Ammoniak deutlich. NRW fördert bereits geruchsarme Technik. Entscheidend für eine umweltverträgliche und zugleich wirtschaftliche Nutzung von Gülle, Gärresten und Mist sei es, Nährstoffkreisläufe zu schließen.

Heinen-Esser: „Dies gilt in einem Betrieb ebenso wie über Regionen hinaus. Primäres Ziel ist es, Wirtschaftsdünger direkt vor Ort zu verwerten.“

Um Überschüsse leichter in Regionen zu bringen, in denen humusarme Böden ihn dringend benötigen, müssen organische Dünger transportfähiger werden. Das Land unterstützt zentrale Nährstoffbörsen und fördert neue Techniken zum Aufbereiten. Im münsterländischen Velen etwa soll eine der modernsten Aufbereitungsanlagen ihrer Art in Europa entstehen.

Mit Material von MULNV NRW

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