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Getreide

Dürre: Spanien fordert frühere Auszahlung der EU-Agrarfördergelder

von , am
20.03.2012

Madrid - Seit Monaten leidet Spanien unter einer anhaltenden Dürre. Es ist der trockenste Winter seit 40 Jahren. Der nationale Bauernverband fürchtet Verluste in Millionenhöhe.

Im Dezember sollen 100 Prozent der Flächenprämien ausgezahlt werden © Mühlhausen/landpixel
Nach Schätzungen des spanischen Vereins von Kleinbauern wird die andauernde Trockenheit in diesem Jahr allein beim Getreide Verluste in Höhe von 250 Millionen Euro verursachen. Für Viehzüchter würden die Produktionskosten um 400 Millionen Euro steigen, da sie wegen des Mangels an Weidegras gezwungen seien, sich Viehfutter kaufen zu müssen.

Portugal schließt sich an

Wie die spanische Zeitung "El Pais" gestern berichtete, wolle Spaniens Landwirtschaftsminister Miguel Arias Canete die EU-Kommission bitten, 5,5 Milliarden Euro von insgesamt 7,5 Milliarden Euro zustehenden Agrarfördergeldern bereits vor dem Sommer anstatt Ende des Jahres zu überweisen. Im Zuge der harten Sparpolitik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy zum Abbau der Neuverschuldung sei das Budget des spanischen Landwirtschaftsministeriums so sehr reduziert, dass Brüssel das Geld vorzeitig auszahlen müsse, um den Bauern die Direkthilfen rechtzeitig zukommen lassen zu können.
 
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