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Z-Saatgut

Eigener Nachbau von Getreide: So hoch liegt aktuell der Saatgutwechsel

Z-Saatgut: Frühzeitig die Sortenfavoriten sichern!
am Dienstag, 08.09.2020 - 06:00 (Jetzt kommentieren)

Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2019/20 ist der Anteil der mit Z-Saatgut bestellten Flächen auf 57 Prozent gestiegen. Die Züchterhäuser sehen beim Saatgutwechsel weiter hohes Steigerungspotenzial. Für sie liegt der Nachbauanteil zu hoch.

Über alle Getreidearten stieg der Saatgutwechsel zuletzt um 5 % auf 57 % an. Das berichtet der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS). Beim Wintergetreide erreichte er im Durchschnitt ebenfalls 57 %. Die Zahlenwerte liegen aber seit einigen Jahren auf einem relativ stabilen Niveau.

Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2019/20 gab es folgenden Wechsel bei Getreidesaatgut (in Klammern im Vergleich zum Vorjahr in Prozent):

  • Winterweizen: 49 % (44) bei -7% Anbaufläche,
  • Wintergerste: 59 % (58) bei -2,3 % Anbaufläche,
  • Roggen: 92 % (80) bei +3,9 % Anbaufläche,
  • Triticale: 82 % (72) bei -3,3, % Anbaufläche,
  • Sommergerste: 54 % (53) bei +3,1 % Anbaufläche,
  • Hafer: 56 % (57) bei +27,9 % Anbaufläche.

Eigener Nachbau: Bei Getreide liegt er demnach bei 43 Prozent

Dennis-Hehnen-gfs

Zufrieden geben sich die Züchter mit diesen Werten nicht. „Wir sehen hier auf jeden Fall noch ein großes Steigerungspotenzial“, sagt Dr. Dennis Hehnen, Geschäftsführer beim Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS). Er ist optimistisch, dass der Einsatz von Z-Saatgut in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnt.

Der flächenmäßige Einsatz von Z-Saat lege nicht nur die Basis für gute Erträge, er könne auch zum Schutz vor Krankheiten wie Flugbrand beitragen. In der vergangenen Saison hatten viele Anbauer verstärkt damit zu kämpfen, so Hehnen. Besonders Gerste sei ungewöhnlich stark betroffen gewesen.

Gerade deshalb sei es wichtig, gesundes Saatgut zu säen. Die Vermehrungsbestände für Z-Saat werden genau auf Krankheitsbefall geprüft.

Alle Zahlen zum Z-Saatgutwechsel bei Getreide 2019/20 finden Sie hier

Z-Saatgut: Im Zweifel reklamieren

Nach den aktuellen Zahlen lag der eigene Nachbau über alle Getreidearten zuletzt demnach bei 43 Prozent. Mehr als die Hälfte der Landwirte habe jedoch verstanden, dass es sich lohnt, Z-Saatgut einzusetzen, sagt Hehnen. Der Kauf sichere nicht nur den züchterischen Fortschritt, sondern auch geprüfte Qualität.

 

Und im Zweifel helfe ein Reklamationsmanagement. Das gebe eine Sicherheit, die er mit eigenem Nachbau nicht habe. Weiter nehme gesundes, keimfähiges Saatgut wegen des Wegfalls wichtiger Beiz- und Pflanzenschutzmitteln unter widrigen Umwelteinflüssen eine immer wichtigere Rolle ein.

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