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Z-Saatgut

Eigener Nachbau von Getreide: So hoch liegt aktuell der Saatgutwechsel

Z-Saatgut: Frühzeitig die Sortenfavoriten sichern!
am Mittwoch, 01.09.2021 - 06:00 (Jetzt kommentieren)

2021 ist mehr Z-Saatgut gesät worden. Der Saatgutwechsel bei Getreide stieg im Erntejahr 2021 über alle Arten hinweg um drei auf 60 Prozentpunkte. Etwas höher liegt der Anteil mit 64 Prozent bei Sommergetreide. agrarheute fasst die aktuellen Zahlen zusammen.

Über alle Getreidearten stieg der Saatgutwechsel zuletzt um 3 % auf 60 % an. Das berichtet der Getreidefonds Z-Saatgut (GFZS). Beim Wintergetreide erreichte er im Durchschnitt ebenfalls 60 %. Die Zahlenwerte liegen aber seit einigen Jahren auf einem relativ stabilen Niveau.

Im Wirtschaftsjahr 2020/21 gab es folgenden Wechsel bei Getreidesaatgut (in Klammern im Vergleich zum Vorjahr in Prozent):

  • Winterweizen: 52 % (49) bei + 4,4 % Anbaufläche,
  • Wintergerste: 63 % (59) bei + 4,4 % Anbaufläche,
  • Roggen: 87 % (92) bei - 0,6 % Anbaufläche,
  • Triticale: 89 % (82) bei - 3,7, % Anbaufläche,
  • Sommergerste: 63 % (54) bei - 17,6 % Anbaufläche,
  • Sommerweizen: 86 % (-) bei - 28,7 % Anbaufläche,
  • Hafer: 60 % (56) bei + 12,7 % Anbaufläche.

Bei Weizen ist Dinkel, Einkorn und Hartweizen inbegriffen; bei Roggen kein Grünschnittroggen; bei Triticale und Roggen sind Winter- und Sommerformen gezählt,

Eigener Nachbau: Bei Getreide liegt er demnach bei 40 Prozent

Dennis-Hehnen-gfs

Zufrieden geben sich die Züchter mit diesen Werten nicht. „Wir sehen hier auf jeden Fall noch ein großes Steigerungspotenzial“, sagt Dr. Dennis Hehnen, Geschäftsführer beim Getreidefonds Z-Saatgut (GFZS). Er ist optimistisch, dass der Einsatz von Z-Saatgut in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnt.

Der flächenmäßige Einsatz von Z-Saat lege nicht nur die Basis für gute Erträge, er könne auch zum Schutz vor Krankheiten wie Flugbrand beitragen. Gerade deshalb sei es wichtig, gesundes Saatgut zu säen. Die Vermehrungsbestände für Z-Saat werden genau auf Krankheitsbefall geprüft.

Alle Zahlen zum Z-Saatgutwechsel bei Getreide 2020/21 finden Sie hier

Z-Saatgut: Im Zweifel reklamieren

Nach den aktuellen Zahlen lag der eigene Nachbau über alle Getreidearten zuletzt demnach bei 40 Prozent. Mehr als die Hälfte der Landwirte habe jedoch verstanden, dass es sich lohnt, Z-Saatgut einzusetzen, sagt Hehnen. Der Kauf sichere nicht nur den züchterischen Fortschritt, sondern auch geprüfte Qualität.

 

Und im Zweifel helfe ein Reklamationsmanagement. Das gebe eine Sicherheit, die er mit eigenem Nachbau nicht habe. Weiter nehme gesundes, keimfähiges Saatgut wegen des Wegfalls wichtiger Beiz- und Pflanzenschutzmittel eine immer wichtigere Rolle ein. Das gelte nicht zuletz wegen des Klimawandels und der oft widrigen Umwelteinflüsse.

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