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Getreide

Emmer ähnelt Dinkel bei Anbau und Ertrag

von , am
24.03.2014

Hohenheim - Der Ertrag im Anbau des Urkorns Emmer ist bei der Wahl der richtigen Sorte laut aktuellen Studienergebnissen der Universität Hohenheim vergleichbar mit dem von alten Dinkelsorten.

Forscher glauben an glanzvolles Comeback des Urkorns Emmer. © Mühlhausen/landpixel
In Feldversuchen hätten die beiden Emmersorten Ramses und Heuholzer Kolben mit durchschnittlich 55 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) identische Erträge geliefert wie der "Klassiker" unter den Dinkelsorten, das Oberkulmer Rotkorn, berichtete die Hochschule. Auch die Anforderungen für den Anbau der beiden Emmersorten hätten ziemlich exakt denen beim Anbau des Oberkulmer Rotkorns entsprochen.
 
Angesichts einer Wuchshöhe von durchschnittlich gut 140 Zentimeter (cm) bei Emmer und Dinkel habe die Erhaltung der Standfestigkeit bei beiden Getreidearten oberste Priorität. Wichtig seien eine geringe Düngung, ein später Fruchtfolgeplatz und das Ausbringen von Halmverkürzern, erläuterten die Forscher.

Vergleichbare Krankheitsanfälligkeit

Auch bei der Krankheitsanfälligkeit ähnle der Emmer dem Dinkel. Im Feldversuch sei in einigen Fällen die Blattfleckenkrankheit aufgetreten. Aus längerer Erfahrung mit Emmer sei außerdem eine dem Dinkel ähnelnde Anfälligkeit gegenüber Mehltau und Braunrost bekannt.

Zuchtpotential noch lange nicht ausgereizt

Weiteren Forschungsbedarf sieht die Hochschule insbesondere bei der Züchtung kürzerer Sorten. Bislang verfügbare Sorten seien entweder kurz und ertragsschwach oder lang und ertragsstark.
 
Kurzhalmige Emmersorten, die dennoch einen hohen Ertrag lieferten, lägen bisher nicht vor. Versuche zeigten aber bereits ein sehr hohes Potential für neue Kreuzungen.
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