Login
Länderbericht

Ernte 2016: So sieht es auf den Feldern in Deutschland aus

Hermann Krauß, agrarheute
am
24.08.2016

Die Mähdrescher sind wieder unterwegs. Damit Sie den Überblick behalten, melden wir hier regelmäßig den aktuellen Stand der Ernte in Deutschland.

Bayern

"Die Getreideernte 2016 lässt sich nicht mit einem Wort beschreiben, dafür war das Wetter regional einfach zu unterschiedlich. In der Folge fallen die Erträge auch sehr unterschiedlich aus - die einen ziehen ein durchschnittliches Resümee, die anderen fahren deutlich weniger ein. Manchmal liegen keine 10 Kilometer dazwischen", erklärt BBV-Präsident Walter Heidl zur bayerischen Ernte (Stand: 21. August).

Mitte Juli rechnete der BBV noch mit einer durchschnittlichen Getreideernte. Die geschätzte Menge reiht sich demnach in das langjährige Mittel von 72 dt/Hektar oder 6,7 Mio. Tonnen (ohne Körnermais) ein. Aber auch hier gilt, wie in vielen Bundesländern: Die Erträge und Qualitäten variieren regional sehr stark.

Laut BBV wurden in 2015/16 die Flächen in Bayern wie folgt bestellt:

  • Winterweizen: 500.897 Hektar (Vorjahr: 505.440 ha); Wiederkehrende Niederschläge haben 2016 für deutliche Ernteverzögerungen gesorgt. Zudem ist die Spannbreite bei Ertrag und Qualität sehr groß. Teilweise ist ein Zusammenhang zwischen hohen Eiweißgehalten und niedrigeren hl-Gewichten und umgekehrt feststellbar. Die Fallzahlen sind weitgehend in Ordnung. Die Erträge dürften gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 10 bis 20 Prozent geringer ausfallen.
  • Wintergerste: 240.599 Hektar (Vorjahr: 244.360 ha); Vor allem in Oberfranken unterschreitet das durchschnittliche Ergebnis den Hektarertrag von 60 dt/ha. Bei den hl-Gewichten gibt es große Schwankungen. Eine teilweise schwache Kornausbildung sorgt für niedrigere hl-Gewichte. Auf den leichteren Standorten konnten auch gute bzw. höhere Erträge erzielt werden.
  • Sommergerste: 91.447 Hektar (Vorjahr: 103.344 ha); Die Erträge bei Sommergerste bewegen sich auf durchschnittlichem Niveau. Die Ertragserwartungen wurden in den meisten Regionen erfüllt. Die Eiweißgehalte liegen mit 9,5 bis 11 Prozent überwiegend in der Norm. Die Qualität ist insgesamt gut.
  • Wintertriticale: 74.430 Hektar (Vorjahr: 77.540 ha)
  • Dinkel: 27.845 Hektar (Vorjahr: 32.716 ha)
  • Winterdurum: 5.447 Hektar (Vorjahr: 2.755 ha)
  • Beim Raps wurden in Bayern durchschnittliche bis knapp unterdurchschnittliche Erträge eingefahren. Die Ölgehalte dürften etwas geringer ausfallen als im Vorjahr (1 bis 2 Prozentpunkte weniger ca. 40 bis 42 %). Die Erwartungen lagen aufgrund gut stehender Pflanzenbestände etwas höher.

Hessen

Mit insgesamt rund 2 Mio. Tonnen liegt die hessische Getreideernte auf einer Anbaufläche von 287.000 Hektar in diesem Jahr unter dem langjährigen Mittel und rund 6 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Darauf hat der Hessische Bauernverband am Dienstag angesichts der nahezu abgeschlossenen Getreideernte hingewiesen (Stand: 23. August).

Die häufigen Niederschläge in Verbindung mit wenig Sonnenschein in der Hauptwachstumsphase des Getreides haben die Kornausbildung sehr beeinträchtigt. Deshalb sind die Hektolitergewichte beim Winterweizen (160.000 Hektar) und der Wintergerste (67.000 Hektar) unbefriedigend und die Durchschnittserträge liegen unter dem langjährigen Mittel.

Insbesondere in Südhessen war das Halbjahr 2016 viel zu nass. Bei den Niederschlagsmengen ergab sich ein auffälliges Süd-Nord-Gefälle. Auch deshalb startete die Wintergerstenernte in Nordhessen schon in der ersten Juliwoche, etwa zeitgleich mit dem Rhein-Main-Gebiet. Bei der Wintergerste liegen die Erträge deutlich unter den Erwartungen und etwa zehn Prozent unter dem fünfjährigen Mittel von 64 dt je Hektar.

Bei Roggen (15.000 Hektar) und Triticale (18.000 Hektar) wird das Vorjahresniveau in etwa erreicht. Wiederholte Regenfälle und der damit verbundene mangelnde Sonnenschein haben die Abreife der Wintergerste in Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet in diesem Jahr deutlich verzögert. Starkregen, vereinzelt in Verbindung mit Hagel, habe mancherorts zudem das Getreide ins Lager geschickt.

Bei Winterraps, der in Hessen auf einer Fläche von 61.000 Hektar angebaut wird, schwanken die Erträge zwischen 25 und 45 Dezitonnen je Hektar erheblich (Vorjahr: 38,2 dt/ha im Schnitt). Der langjährige Durchschnitt wird voraussichtlich verfehlt.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg werden die Bauern zirka 15 Prozent weniger Getreide ernten als im Vorjahr und damit auch im Vergleich zum langjährigen Mittel eine unterdurchschnittliche Ernteeinfahren.

  • Winterweizen: rund 11 Prozent unter dem langjährigen Mittel (-15 % unter Vorjahr), je nach Gebiet auch -20 bis -25 % (in Einzelfällen bis zu -50 %) im Vergleich zu 2015
  • Sommergerste: rund 11 Prozent unter dem langjährigen Mittel (-8 % unter Vorjahr), je nach Gebiet auch -20 bis -25 % im Vergleich zu 2015; Qualität: Häufig niedrige Vollgerstenanteile: 80 bis 95 %, Proteingehalt von neun bis elf Prozent.
  • Wintergerste: rund 4 Prozent weniger als im langjährigen Mittel (-5 % unter Vorjahr), je nach Gebiet auch -20 bis -25 % im Vergleich zu 2015; Qualität: Niedrige Hektolitergewichte 55 bis 65 kg/hl
  • Raps: landesweit im Bereich des langjährigen Mittel (-7 % unter Vorjahr); Qualität: Ölgehalte zwischen 40 und 45 Prozent, mittlerer Ölgehalt im Vorjahr bei 44,7 Prozent.
  • Die Ernteergebnisse im ökologischen Landbau sind laut LBV vergleichbar mit denen im konventionellen Getreidebau mit Ertragseinbußen zwischen -10 % (Weizen, Roggen) und -15 % (Dinkel) unter dem langjährigen Durchschnitt: Einzig beim Hafer wird eine leicht überdurchschnittliche Ernte erwartet.

Wie das Statistische Landesamt des Bundeslandes feststellt, wurde die Anbaufläche für Winterweizen in Baden-Württemberg (einschl. Dinkel und anderen Varietäten) um -3,5 Prozent auf 223.400 Hektar (ha) verringert, Winterweizen bleibt aber die wichtigste Feldfrucht im Land. Für Sommergerste ist ein Rückgang um ein Zehntel auf 53.700 ha zu verzeichnen, Hafer wurde um -9,3 Prozent auf 18.300 ha reduziert, auch Roggen wurde weniger angebaut als im Vorjahr (-15 Prozent auf 8.700 ha).

Besser schneiden Getreidearten ab, die eher der Futtererzeugung dienen wie Wintergerste (-0,5 Prozent 91.400 ha) oder Triticale (+9,7 Prozent auf 23.300 ha). Winterraps wird in diesem Jahr auf insgesamt 48.100 ha  (+4,8 %) angebaut.

Nordrhein-Westfalen

Anfang August waren bereits 95 Prozent des Rapses im Rheinland geerntet. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, dürfte der Rapsertrag in diesem Jahr rund 20 % geringer ausfallen. Ursache sind die immer wiederkehrenden und starken Regenfälle.

Beim Winterweizen konnten Anfang August erst 20 % der rheinischen Äcker geerntet werden, normal sind in weiten Teilen des Rheinlands sonst 50 Prozent vom Acker. Der RLV rechnet damit, dass die Erträge beim Weizen in diesem Jahr 25 bis 30 % unter denen des Vorjahres liegen. Auch die Hektolitergewichte liegen in einer Bandbreite von 68 bis 80 kg/hl deutlich niedriger als in der Region üblich.

In Nordrhein-Westfalen hat die Getreideernte 2016 zwei Wochen später als im Durchschnitt der Jahre begonnen (Stand: 13. Juli). Die Wintergerste konnte bis auf die Höhengebiete bei den sommerlichen Temperaturen größtenteils schon eingefahren werden. Wie die LWK NRW meldet, schätzen Experten die Erträge bei Wintergerste in diesem Jahr nur mittelmäßig ein, bei eher schwacher Qualität.

In der Hellwegbörde liegen die Wintergerstenerträge beispielsweise unter dem langjährigen Mittel (zwischen 80-90 dt/ha), bei geringen Tausendkorngewichten. Auch der Winterraps variiert regional sehr stark mit Erträgen zwischen 3-4,5 t/ha. Der Winterweizen ist in der Region Anfang August "noch nicht angepackt".

2015 wurde Brot- und Futtergetreide in Nordrhein-Westfalen auf einer Fläche von insgesamt 521.129 ha angebaut.

  • Winterweizen: 270.243 ha.
  • Wintergerste: 136.707 ha,
  • Triticale: 70.495 ha.
  • Roggen: 16.293 ha (10 Prozent mehr als im Vorjahr)

Rheinland-Pfalz

In Rheinhessen, dem Frühdruschgebiet in Rheinland-Pfalz, konnten die Mähdrescher schon vor etwa 10 Tagen starten (Stand: 21. Juli). In den Höhenlagen des Hunsrück, der Eifel und des Westerwaldes hat der Drusch dieser Kultur laut LWK Rheinland-Pfalz erst begonnen.

  • Winterweizen: 122.000 ha Winterweizen
  • Wintergerste: 78.000 ha
  • Sommergerste: 37.000 ha
  • Körnermais: 10.600 ha

Die ersten Druschergebnisse seien für viele Landwirte enttäuschend gewesen. Konnten in der Menge die durchschnittlichen Erträge mehrerer Jahre noch erreicht werden, so fielen die Partien in der Qualität doch stark ab. Vielfach wurden kleine Körner geerntet, mit einem hl-Gewicht unter dem Mindestwert von 60 kg. Hinzu kommen noch oft eher graue und nicht "goldgelbe" Körner wie im Vorjahr. Es wird erwartet, dass beim Brotweizen zumindest Teilmengen zu Futtergetreide herabgestuft werden müssen, weil die Qualitätsvorgaben nicht zu erfüllen sind.

Thüringen

"[Beim Getreide] wird der Ertrag bisher auf durchschnittlich 77,5 Dezitonnen pro Hektar geschätzt. Er liegt damit nahe am bisherigen Höchstertrag von 2014. Die gute Nachricht wird allerdings durch die niedrigen Getreidepreise getrübt," sagte Landwirtschaftsministerin Keller am 22. August. "Die Brotgetreide Weizen und Roggen können in diesem Erntejahr eine gute bis sehr gute Qualität mit hohem Rohproteingehalte und gesunden Körnern vorweisen", erläutert die Ministerin. Auch bei der Braugerste sind die Rohproteingehalte nach Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft „Besondere Ernteermittlung“ (BEE) im Statistischen Landesamt (TLS) in Gera optimal.

Der Ölgehalt der vorliegenden Ernteproben von Winterraps erzielt mit 43,1 Prozent einen guten Durchschnittswert.

In Thüringen wird in diesem Jahr (Stand 26. Juli) mit einer Getreideernte (ohne Körnermais und CCM) von 2,4 Mio. t gerechnet. Das wären 0,4 % oder 100.000 t weniger als im letzten Jahr. Die Prognose für die einzelnen Getreide liegen bei:

  • Winterweizen: 221.000 ha Anbaufläche, geschätzt 70 dt/ha (Vorjahr 73 dt/ha), damit Erntemenge bei rund 1,6 Mio. t
  • Wintergerste: 72.100 ha Anbaufläche, geschätzt 70 dt/ha (4 % unter dem Vorjahr)
  • Winterraps: geschätzt 3,7 dt/ha, damit Erntemenge bei rund 441.000 t

Sachsen

Zum Erntestart konnte Ende Juni auf den leichten Standorten in Nordsachsen mit der Wintergerste begonnen werden. Seitens der Erträge erwarten Sachsens Landwirte keine so starke regionale Differenzierung wie im Vorjahr. So werden auf den leichten Standorten mindestens Erträge im langjährigen Mittel erwartet, auf den übrigen Standorten rechnen die Bauern mit rund 90 Prozent des Vorjahresertrages. Bezogen auf den langjährigen Durchschnitt wird eine durchschnittliche bis gute Ernte erwartet.

Die Qualitäten bei der Wintergerste lassen auf mittlere bis gute Ergebnisse hoffen. Dennoch gab es regional durch die hohen Temperaturen und die meist unwetterartigen Starkniederschläge einen erhöhten Krankheitsdruck und es kam zum Auftreten von Lagergetreide.

Beim Raps kann Mitte Juli noch keine klare Aussage getroffen werden, da sich die Bestände sehr unterschiedlich zeigen.

Sachsen-Anhalt

Ab Mitte Juli konnte der erste Raps mit Feuchten zwischen 6 und 9 % ins Lager oder zum Landhandel gebracht werden. Die Ölgehalte liegen um 42 bis 44 %, das bringt gute Qualitäten. In den vergangenen 10 Tagen (Stand: 04. August) wechselten die Mähdrescher zwischen späten Rapssorten und Weizen. Etwa 60 % Weizen sind geerntet. Die leichten Niederschläge Anfang des Monats brachten aber auch hier die Ernte ins Stocken.

In Sachsen-Anhalt stand 2015/16 auf zirka 97.000 Hektar Wintergerste. Kurz nach der Wintergerste wurde der Winterrogen auf 168.000 Hektar gedroschen. Es wird ein Ertrag um 40 dt/ha erwartet, das entspricht dem langjährigen Mittel.

  • Winterweizen steht auf rund 318.000 ha. Erträge zwischen 70 dt/ha auf leichten Standorten in der Altmark und Anhalt und über 80 dt/ha auf den guten Böden in der Börde und im Süden wären laut LBV ein gutes Ergebnis.
  • Bei Roggen ist die Fläche in diesem Jahr um 6.600 Hektar auf 67.800 Hektar zurückgegangen. Bei einem geschätzten Ertrag um 52 dt/ha dürfte das langjährige Mittel leicht übertroffen werden.
  • Raps ist mit 168.300 ha die zweitwichtigste Fruchtart in Sachsen-Anhalt. Die mittleren Erträge liegen über 40 dt/ha und werden in diesem Jahr sicher erreicht.

Das Statistische Landesamt des Bundeslandes meldetet für Winterweizen (einschl. Dinkel und Einkorn) eine Anbaufläche von 326.710 (-2,7 % geg. Vorjahr), für Winterraps 171.923 ha (+4,9 %).

Brandenburg

Anfang August rechnet der LBV mit einem Gesamtgetreideertrag von rund 52 dt/ha, was unter dem Mittel der letzten fünf Jahre von 55 dt/ha liegt. Insgesamt war zu diesem Zeitpunkt von einer zu erntenden Getreidemenge im Land - bei leichtem Anbaurückgang - von 2,5 Mio. Tonnen aus. Am 19. August heißt es von Seiten des LBV, die Erträge beim Getreide liegen leicht unter dem Vorjahresniveau.

Anbaufläche beim Getreide:

  • Winterroggen: 179.500 ha (-3 %)
  • Winterweizen: 169.700 ha (±0 %)
  • Wintergerste: 94.300 ha (+8 %)

Katastrophal ist hingegen das Ergebnis beim Raps, die Erträge brachen um 25 Prozent ein. Die Landwirte ernteten fast eine Tonne pro Hektar weniger als 2015. So kamen insgesamt nur 356.000 Tonnen zusammen, 107.000 Tonnen weniger als 2015. Zum einen trägt der Befall mit Rapserdfloh und Kohlfliege bereits im Herbst 2015 dazu bei, aber vor allem die ausgebliebenen Frühjahrsniederschläge hätten zu dem Ertragseinbruch geführt.

Mecklenburg-Vorpommern

Auf den Feldern Mecklenburg-Vorpommerns stehen in diesem Frühjahr 561.400 Hektar Getreide zur Körnergewinnung, knapp ein Prozent weniger als 2015. Wie das Statistische Amt im Juni mitteilt, erstreckt sich die Rapsfläche auf 234.600 Hektar, das sind fast zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Schätzungsweise mussten- bedingt durch eine harten Frost Anfang Januar - rund 15.000 Hektar Winterraps und Wintergetreide umgebrochen werden.

Der Raps ist Anfang August auf rund dreiviertel der Anbaufläche gedroschen, die Erträge sind enttäuschend. So rechnet der Landesbauernverband mit einem Ertrag von unter 30 dt/ha (Stand Ende Juli), mindestens 30 % weniger als im Vorjahr (40,7 dt/ha im Schnitt). Auch beim Wintergetreide konnten die guten Vorjahresergebnisse nicht annähernd erreicht werden und liegen bei der Wintergerste zwischen 25 und 35 % (Vorjahr 86,3 dt/h im Schnitt), beim Winterweizen zwischen 20 und 25 % (Vorjahr 88,5 dt/ha im Schnitt) drunter. Zudem seien sowohl beim Getreide als auch beim Raps die Qualitäten unterdurchschnittlich.

Die Entwicklung der Anbauflächen im Überblick:

  • Winterweizen: 342.300 ha (- 2 % geg. Vorjahr; 64 % der Getreidefläche)
  • Wintergerste: 120.000 ha (- 2 % geg. Vorjahr)
  • Winterroggen: 54.700 ha (-10 % geg. Vorjahr)
  • Triticale: 10.700 ha (- 6 % geg. Vorjahr)

Sommergetreide, einschließlich Körnermais, in der Tendenz seit geraumer Zeit von schwindender Anbaubedeutung, dehnte sich in MV um fast 50 Prozent auf 33.700 Hektar (insbesondere Sommergerste, -weizen) aus.

Schleswig-Holstein

Im südlichen Schleswig-Holstein haben die ersten Betriebe mit der Gerstenernte (Stand: 12. Juli) begonnen, bei gutem Wetter werden nördlichere Landesteile in der kommenden Woche anfangen, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Ende Juli/Anfang August werden dann Weizen - und Rapsernte folgen. Die Niederschläge waren in den letzten Wochen sehr heterogen verteilt. Einige Gerstenbestände sind ins Lager gegangen, Qualitätseinbußen können mitunter bei Gerste die Folge sein. Raps und Weizen habe der Regen bisher nicht geschadet.

Die LWK Schleswig-Holstein erwartet eine gute Ernte. Dennoch betonte LWK-Präsident Claus Heller: "Abgerechnet wird bekanntlich wie immer erst am Schluss, wenn das Korn im Sack ist". Anbaufläche 2015/16:

  • Winterweizen: 188.000 ha (-2 %)
  • Gerste: 62.000 ha (+4 %)
  • Raps: 90.800 ha (gleich)

Niedersachsen

"Die Felder haben durchaus einen recht vielversprechenden Eindruck gemacht, aber die tatsächlich geernteten Mengen haben dieser optischen Wahrnehmung nicht standhalten können", sagte der Vorsitzende im Ausschuss pflanzliche Produkte beim Landvolk Niedersachsen, Jürgen Hirschfeld (Stand: Mitte Juli). Fehlende Sommersonne und die in jüngster Zeit nahezu täglichen Niederschläge hätten die Qualität und Masse der Erträge zurückgeworfen, ergab eine LPD-Umfrage.

Bei der Wintergerste seien die leichteren Böden der Lüneburger Heide und im mittleren Teil des Landes früh dran gewesen. Dagegen zählten das Hügelland in Südniedersachsen und die Küste in der Regel zu den späten Erntegebieten. Vereinzelt hätten die Landwirte mit der Rapsernte begonnen - und seien bislang von den Erträgen "eher enttäuscht". Insagesamt wurde in Niedersachsen in der Saison 2015/16 auf rund 850.800 ha Getreide (ohne Körnermais) gedrillt.

  • Winterweizen: 418.400 ha (-1,9 %)
  • Sommerweizen: 5.600 ha (+82,9 %)
  • Triticale: 82.800 ha (-5,2 %)
  • Roggen: 135.075 ha (-5,1 %)
  • Wintergerste: 144.400 ha (+7,1 %)
  • Sommergerste: 44.900 ha (+14,2 %)
  • Hafer: 9.540 ha (+38,8 %)
  • Winterraps: 118.800 ha (+1,1 %)

Sonne, Weizen, Stroh: Die schönsten Erntebilder im August

Auch interessant