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DRV-Ernteschätzung

Ernteprognose: 1,7 Prozent weniger Weizen

DRV/Anke Fritz/agrarheute
am
14.04.2016

Die Getreidebestände haben sich in fast allen Regionen Deutschlands positiv entwickelt. Der DRV geht deshalb von einer leicht überdurchschnittlichen Getreideernte aus.

In seiner aktuellen Schätzung für den Monat April 2016 geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) weiterhin von einer leicht überdurchschnittlichen Getreideernte in Höhe von gut 48,2 Mio. t aus. Das erwartete Ergebnis liegt damit auf Vorjahresniveau (48,9 Mio. t) und nur geringfügig unter dem Prognose-Wert des Vormonats von gut 48,3 Mio. t. Grundlage für diese Schätzung sind die Angaben des Statistischen Bundesamtes zu den Herbstaussaatflächen 2015 sowie DRV-Erhebungen zu den Frühjahrsaussaatflächen und Hektarerträgen.

Ernteprognosen je Kultur

  • Weizenernte: 26,1 Mio. t . Das ist ein Minus von 1,7 % zum Vorjahr.
  • Gerstenernte: 11,3 Mio. t. Dieser Wert liegt nur minimal unter dem Vormonatsergebnis von 11,4 Mio. t, allerdings 2,7 Prozent unter dem Rekordwert 2015.
  • Körnermais: Deutlich höhere Hektarerträge als im Vorjahr (plus 8,9 %); durchschnittliche Ernteprognose von knapp 4,5 Mio. t.
  • Roggen: 3,3 Mio. t . Im Vergleich zum Vorjahr um gut 6 Prozent geringere Ernte. Deutliche Abnahme der Anbauflächen auf 580.000 ha (minus 5,8 %).

Anbauflächen Sommerkulturen unverändert

Bei den Sommerkulturen geht der DRV wie im Vormonat von nahezu unveränderten Anbauflächen aus. Bei Sommergerste werden weiterhin 365.000 ha (Vj. 369.000 ha) erwartet, bei Sommerweizen und
Hafer gut 51.000 ha bzw. 127.000 ha. Die Aussaat von Sommergetreide mit Ausnahme vom Mais ist bis auf Restflächen zumeist in höheren Lagen und Regionen mit stärkeren Niederschlägen abgeschlossen.

Getreidebestände haben sich gut entwickelt

Die Getreidebestände haben sich in den vergangenen Wochen bis auf wenige Ausnahmen insbesondere im Nordosten Deutschlands positiv entwickelt. Sie liegen nach zwei Jahren mit einer sehr zeitigen Frühjahrsentwicklung nunmehr im langjährigen Mittel.
 
Beim Raps erwartet der DRV bei einer unveränderten Anbaufläche eine Ernte auf Vorjahresniveau in Höhe von 5 Mio. t. Auch bei dieser Kultur haben die milden Temperaturen in den vergangenen vierzehn Tagen für einen zügigen Wachstumsfortschritt gesorgt. In einigen Regionen steht der Blühbeginn unmittelbar bevor.

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