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Getreide

Ernteprognose: Knapp 5 Millionen Tonnen weniger Getreide als 2014

© Fritz/ah
von , am
18.06.2015

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind die Ernteaussichten nicht mehr ganz so rosig. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) korrigiert daher seine Getreide-Ernteschätzung um 2 Millionen Tonnen nach unten.

Der Weizen liegt an der CBoT deutlich unter dem Vorjahresniveau. © Yvonne Jpunkt/aboutpixel.de
In vielen Regionen ist zu wenig Niederschlag und die Getreidebestände leiden teilweise sehr deutlich unter Trockenstress. Nur im äußersten Norden und Süden der Bundesrepublik ist die Wasserversorgung noch insgesamt in Ordnung. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht daher nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von gut 47,7 Mio. t aus.
 
Dieser Wert liegt etwa 2 Mio. Tonnen unter der Prognose des Vormonats und gut 8 Prozent unter dem Rekordergebnis 2014 von 52 Mio. t. Sollte in der nächsten Zeit kein ergiebiger Regen fallen, sind weitere Einbußen zu befürchten.

Ernteprognosen der Kulturen

  • Die gesamte deutsche Weizenernte wird gegenwärtig mit knapp 25,8 Mio. t deutlich unter Vormonatsniveau und auch unter dem Vorjahreswert von knapp 27,8 Mio. t prognostiziert.
  • Bei Wintergerste erwartet der DRV nunmehr knapp 8,6 Mio. t nach knapp 9 Mio. t im Mai.
  • Beim Roggen wird mit einer Erntemenge von derzeit knapp 3,5 Mio. t gerechnet.
  • Bei der Sommergerste geht der DRV von knapp 2 Mio. t. aus. Dieser Wert liegt trotz einer größeren Anbaufläche um gut 5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.
  • Die Maisernte wird derzeit mit knapp 4,7 Mio. t bewertet. Dies ist ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von gut 9 Prozent.
  • Beim Raps hat der DRV seine Prognose witterungsbedingt ebenfalls korrigiert. Der Verband geht von einer Ernte in Höhe von knapp 5 Mio. t aus.

Ernteprognose 2015 global

Weltweit wird eine insgesamt überdurchschnittliche Getreideernte erwartet. Dem gegenüber steht eine kontinuierlich wachsende Nachfrage, insbesondere in Nordafrika und Asien. Daher biete der Export von Getreide große Chancen, so die Einschätzung des DRV.
 
Das zu Ende gehende Getreidewirtschaftsjahr 2014/2015 war durch einen regelrechten Exportboom für europäisches und deutsches Getreide gekennzeichnet, so das Fazit des Verbands. Der DRV legt seine nächste Ernteschätzung Mitte Juli vor.

Optische Sensoren für den Pflanzenbau

GreenSeeker: Das System zeichnet die ausgebrachte Düngermenge auf. Diese Daten lassen sich in die Schlagkartei importieren. Foto: Land-Data Eurosoft © Land-Data Eurosoft
In Verbindung mit dem Display von John Deere (GS 2600 ISO) können Geräte mit ISO-Bus-Steuerung direkt angesteuert werden. Für die Dokumentation wird eine GreenStar CF-Chipkarte verwendet. Foto: Land-Data Eurosoft © Land-Data Eurosoft
Das System GreenSeeker düngt nach Pflanzenbedarf. Das soll den Düngeraufwand reduzieren. Foto: Land-Data Eurosoft © Land-Data Eurosoft
Bei dem OptRx-System werden die Sensorköpfe an einem Gestänge im Frontanbau oder direkt am Spritzgestänge geführt. Fotos: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
Für das System OptRx gibt es je nach Kultur unterschiedliche Applikationskurven für Mais, Weizen und Raps. Foto: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
Die Sensoren am Gestänge an der vordere Seite eines Fendt-Schleppers. Foto: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
Bei dem OptRx-System ist die Dokumentation in Form digitaler Karten möglich. Sie können in einem "Map-Overlay"-Verfahren wieder benutzt werden. Foto: Ag Leader/Paul Rose © Ag Leader/Paul Rose
Die Technische Universität München hat zusammen mit Firma Fritzmeier Umwelttechnik den ISARIA-Sensor entwickelt. Das System besteht aus zwei Sensorköpfen an einem klappbaren Gestänge für den Schlepper-Frontanbau. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
Die Sensorköpfe werden zwischen 40 und 100 Zentimeter über dem Bestand geführt. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
Vier LEDs senden aktiv Licht in Wellenlängen. Das reflektierende Licht wird von Foto-Dioden gemessen. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
Daraus wird ein Vegetationsindex gerechnet. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
Der N-Versorgungszustand der Pflanzen wird widergespiegelt. Die Datenübertragung findet über Bluetooth auf einen Tablet-PC oder über ISOBUS statt. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
Neben der Messung des Stickstoff-gehaltes bei Pflanzen und der Steuerung der Düngergabe,bezieht das System auch bestehendes Kartenmaterial in die Düngeoptimierung ein. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
Der Sensor bietet bei Nutzung des fruchtartspezifischenDüngemoduls (derzeit für Winterweizen) eine Düngeempfehlung ohne weitere Kalibrierung. Foto: Fritzmeier Umwelttechnik © Fritzmeier Umwelttechnik
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