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Getreide

EU-Crop-Monitoring: Sehr gute Ertragsaussichten

© Mühlhausen/landpixel
von , am
28.08.2013

Ob Weizen, Gerste oder Raps, die Crop-Monitoring-Agentur der Europäischen Union (MARS) bestätigt die sehr guten Ertragsaussichten. Nur der Mais hat einen schlechten Stand.

Der Weizenpreis sank nochmal um 2 Euro je Tonne. © Mühlhausen/landpixel
Trotz des zuletzt regional sehr trockenen und heißen Wetters, hat die Crop-Monitoring-Agentur der EU (MARS) die Ertragsprognosen für Weichweizen sowie für Wintergerste nochmals nach oben korrigiert. Für Sommergerste und Hartweizen blieb die Ertragserwartung fast unverändert, während es für Raps leicht nach oben ging. Lediglich für Mais setzten die EU-Experten die erwarteten Erträge recht deutlich nach unten, blieben damit aber dennoch weit über dem Vorjahr.

Europäische Weizenernte wird immer größer

Bei Weichweizen korrigierten die EU-Experten die erwarteten Durchschnitterträge im August nochmals leicht auf 5,71 dt/ha von zuvor 5,69 t/ha nach oben. Im Juni hatte man im EU-Mittel noch 5,55 t/ha erwartet. Unterstellt man die von der Kommission erfasste Anbaufläche für Weichweizen von rund 23,4 Mio. ha, ergibt sich rein rechnerisch eine Weichweizenproduktion von 133,6 Mio. t. Das wären nochmals fast 2 Mio. t mehr als zuletzt (Ende Juli) von der Kommission geschätzt wurden und etwa 10 Mio. t mehr als im letzten Jahr.
 

Rapsernte könnte 20 Mio. Tonnen erreichen

An den diesjährigen Rapserträgen macht die Crop-Monitoring-Agentur der Europäischen Union (MARS) in ihrem aktuellen Monatsreport keine Abstriche. Die erwarteten Durchschnittserträge wurden im August sogar wieder leicht nach oben korrigiert. Die Ertragsprognose liegt jetzt bei 3,10 t/ha, nach 3,08 t/ha im Juli und 3,11 t/ha im Vorjahr. Allerdings ist die Anbaufläche mit etwa 6,46 Mio. ha rund 0,22 Mio. ha größer als 2012. IN Verbindung mit dem erwarteten Ertrag würde sich eine europäische Rapsernte von etwa 20 Mio. t ergeben und damit ein Produktionszuwachs von 0,7 Mio. t gegenüber dem Vorjahr. Ende Juli war die EU-Kommission in ihrer Ernteschätzung von einer Produktion von etwa 19,9 Mio. t ausgegangen.

Gerste: Hohe Erträge

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Im August ermittelte die Crop-Agentur der EU (MARS) bei Wintergerste durchschnittliche Erträge von 5,51 Tonnen je Hektar (t/ha) nach 5,48 t/ha im Juli und 5,36 t/ha im Juni. Die deutsche Ertragsprognose bleibt mit 6,72 t/ha unverändert zum Juli und etwa vier Prozent über Schätzung von Juni mit 6,44 t/ha. Im Vergleich zum Vorjahr (6,49) ist der deutsche Ertrag knapp höher und auch das langjährige Mittel wird um eine ähnliche Größenordnung übertroffen. Für Frankreich liegen die erwarteten Erträge bei Wintergerste mit 6,64 t/ha auf dem Stand Juli. Im Vergleich zum Vorjahr (6,81) sind die französischen Erträge bei Wintergerste fast drei Prozent niedriger, dass langjährige Mittel wird jedoch erreicht.
 

Mais: geringere Ertragserwartung

In der EU hat sich das Wetter der letzten Wochen negativ auf die Ertragserwartung beim Mais ausgewirkt. Die Crop-Monitoring-Agentur der Europäischen Union (MARS) hat in ihrem August-Report die Ertragsprognosen bei Mais um fast 4 Prozent auf jetzt 6,97 t/ha von zuvor 7,22 t/ha reduziert. Allerdings liegt man mit dieser Ertragsprognose noch immer fast 15 % über dem Vorjahreswert und in etwa im langjährigen Mittel. Legt man zudem die von der EU-Kommission zuletzt unterstellte Anbaufläche von 9,9 Mio. ha zu Grunde, erreicht die Mais-Produktion immer noch einen Umfang von 69 Mio. t. Das wären zwar 2 Mio. t weniger als zur letzten Kommissions-Schätzung von Ende Juli, jedoch 11 Mio. t mehr als im letzten Jahr.
 
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