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Getreide

Europäischer Weizen erneut zu teuer

von , am
17.02.2012

Zum zweiten in Folge gewannen US-Anbieter die Ausschreibung der staatlichen ägyptischen Getreidebehörde GASC.

© Beuermann/landpixel
Der Zuschlag des weltweit größten Weizenimporteurs Ägypten erfolgte am 15. Februar für die Lieferung von 180.000 Tonnen (t) Weizen zum Preis von 259 US-Dollar (USD/t) (199 Euro/t). Lieferzeitraum ist der 11. bis 20. April.
 
Der ebenfalls angebotene Weizen aus Frankreich war trotz eines kräftigen Preisrückgangs noch immer zu teuer und erhielt keinen Zuschlag. Aus Russland und Argentinien lagen diesmal keine Angebote vor.
 
Bereits bei der letzten Ausschreibung am 11. Februar war der US-Weizen deutlich billiger als die Ware aus Frankreich, Argentinien und Russland. Vor fünf Tagen hatte Ägypten 55.000 t US-Weizen für 262 USD/t (201 Euro/t) gekauft.

Keine Angebote aus Russland und Argentinien

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Das günstigste französische Angebot kostete diesmal 272,98 USD/t (210 Euro/t) und war damit sogar zehn US-Dollar günstiger als vor fünf Tagen (283,45 USD/t). Das teuerste Angebot aus Frankreich lag diesmal bei 284,90 USD/t und damit ebenfalls unter der teuersten Offerte von letzter Woche (288,44 USD/t). Für weitere Angebote aus den USA lagen die Preise zwischen 259,67 USD/t und 262,85 USD/t. Russische oder argentinische Angebote gab es diesmal nicht.
 
Bei der Auktion vor einer Woche wurde russischer Weizen für 292,75 USD/t angeboten und die Ware aus Argentinien zu 275,50 USD/t. Damit war russischer Weizen zuletzt am teuersten und hat offenbar seine bisherige Preisführerschaft verloren. Zudem erschweren die zugefrorenen Flüsse und Schwarzmeerhäfen den Transport.
 
Deutscher Brotweizen für den Export kostete an fob-Ostseehäfen am 16. Februar je nach Frachtgröße zwischen 219 und 227 Euro/t (271-295 USD).
 
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